Kategorie: Flashmob

  • Flashmob

    DSC_1945Datum: Samstag, 3.10.2009

    Teilnehmer: 62 !!!
    Ich erspare mir diesmal die Aufzählung aller Namen, ich kenne auch gar nicht alle. Freunde von Freunden von Freunden. Ist das nicht wunderbar?

    Flashmob! Kurioser geht es kaum, und lustiger auch nicht. Ganze 62 Teilnehmer haben wir zu dieser gepflegten Sinnlosigkeit motivieren können. Und dabei gab es nicht einmal etwas zu essen.

    Was sagt das über uns aus?
    Was sagt das über die Teilnehmer aus?
    Keine Ahnung!

    Tatsache ist: Wir hatten einen unglaublichen Spaß. Einige Passanten auch. Vor allem die kleine Bettlerin (siehe Gänsemarsch).

    Da diesmal sowieso alle nur die Videos sehen wollen, werde ich mir diesmal die Philisophie ersparen, das würde eh keiner lesen. Ich könnte hier sicherlich jetzt einfach das “Vater Unser” oder Teile aus “Krieg und Frieden” reinkopieren und keiner würde es bemerken.
    Daher gleich zu den einzelnen Aktionen:

    Der Freeze

    Der erste Flashmob des Tages war der Freeze – ein Klassiker, der immer funktioniert. Gerade richtig für uns Flashmob-Anfänger.
    Auf ein Zeichen hin erstarren alle Teilnehmer in einer vorher ausgedachten Stellung (jugendfrei!)  und rühren sich für 3 Minuten nicht mehr.
    Wahnsinn! Was sich manche für geniale Posen einfallen haben lassen, ich bin voll begeistert und viele Passanten waren es auch. Das hätte keine Regie besser machen können. Die Kreativität der Gruppe bleibt eben unschlagbar.
    Leider haben wir nicht alle am Video, weil unser Medienteam gar nicht wusste, wo überall Leute stehen. Sorry Leute, beim nächsten mal werden wir das besser planen!

    Und ich werde mich beim nächsten mal nicht so wackelig hinstellen, mein Oberschenkel hat sich total verkrampft und ich habe die Sekunden gezählt, bis wir erlöst werden. Am Ende sieht man eh wie ich weghumple.
    Auch wenn böse Zungen anderer Meinung sind: Das ist keine Alterserscheinung! Gut dass ich vorher noch besserwisserisch alle genau davor gewarnt habe!
    Aber so ist es eh einigen gegangen. 3 Minuten können verdammt lange werden. Man kennt die Relativität der Zeit ja auch schon daher, auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet! Draussen kann eine Minute warten eine Ewigkeit sein! Und beim Freeze ist es eben ähnlich.

    Lesen

    Lesen Klemens Genial einfach und meiner Meinung nach eine Flashmob-Innovation. Zumindest habe ich im Internet noch keinen anderen “Lese-Mob” gefunden.

    Alle Teilnehmer legen sich über die ganze Straße verteilt auf den Boden und lesen ein Buch. Als ob es die normalste Sache der Welt wäre. Am besten mitten im Weg.

    Einige Passanten haben es für Werbung für eine nahe Buchhandlung gehalten, einige ordneten uns natürlich gleich dem steirischen Herbst zu. Andere waren empört, dass sich jemand auf den Boden legt.

    “Filmen Sie die Wahnsinnigen da? Was machn die? –
    Ja Lesen! –
    Was? Lesen? Am Boden? Na die Eltern wärn a Freud habn. Wenn des meine Kinder wärn…”

    Großartig! Da fehlen mir weitere Worte.

    Gänsemarsch

    Mein Lieblings Flash-Mob. Mit 62 Teilnehmern waren wir auch eine wirklich beeindruckende Schlange! Man kann am Video von vorne das Ende der Schlange gar nicht sehen.

    Claire Auf jeden Fall haben wir nicht alle gleichzeitig ins “Claire” gepasst. Das hat die Verkäuferin dort etwas aus der Ruhe gebracht. Wobei interessanterweise ihre größte Sorge war, wer nachher aufwischen wird!

    Da marschieren 60 Leute durch dein Geschäft und du hast die Chance dass jeder deine Ware sieht. Das sind ca. 10 mal mehr Leute als an einem durchschnittlichen Tag den Weg in dieses Geschäft finden.

    Und dann machst du dir Sorgen über das Aufwischen? Bei schönem Wetter? Also das ist kurios!
    Also passt es eh 🙂

    Die Verkäuferinnen vom Klammerth waren da weit lässiger. Das hätte ich nicht erwartet, die habe ich wohl falsch eingeschätzt.
    Chapeau! Sehr sympathisch!

    Bettlerin Ein Höhepunkt war natürlich die Bettlerin! Mit jeder Münze, die in Ihrem Becher landete wurden Ihre Augen größer und ihr Lächeln breiter.
    We made her day!

    Dieses Lachen war die ganze Aktion 10 mal Wert und vielleicht wird sie ihren Enkeln noch davon erzählen.

    Hiermit nehme ich offiziell alles zurück, was ich über die allgemeine Sinnlosigkeit dieses Events sinniert habe.

    Strassenbahn Und dann kam gleich der nächste Höhepunkt: Die Straßenbahn!
    Bei einer Tür rein und bei der anderen Tür gleich wieder raus.
    Der Fahrer hat auch eine Spur Humor bewiesen: “Wenn die lustigen Herrschaften da draußen fertig sind mitn Eini und Aussteigen, dann könn ma nocha weiterfahren. Danke!”
    Trocken und sarkastisch – so mag ich es.

    Alles in allem ein wunderbarer Tag. Ein Event, dass wir auf jeden Fall in ähnlicher Form wieder einmal machen wollen. Wer Ideen dazu hat: Bitte unbedingt melden!

    Ich danke für die Aufmerksamkeit,
    Andreas
    (der beim Schneiden der Filme einen unglaublichen Spaß hatte!)

    Alle Filme und Fotos:
    Laura
    Horst
    Vedran
    Sascha

  • Einladung Flashmob

    Hallo ihr Freunde des Kuriosen!

    Die-witzigsten-Bilder4 Als aufmerksame Leser des Kuriositätenkabinetts habt Ihr es ja sicherlich schon durchschaut: Das Kuriositätenkabinett ist an sich sinnlos.

    Egal ob wir uns durch die Lurgrotte quälen, steirische Sushi essen oder uns im Hochseilgarten von Baum zu Baum schwingen: einen tatsächlichen Sinn kann man nur mit größter Mühe hineininterpretieren.

    Es bleibt nur ein Sinn übrig: Wir wollen einfach etwas Spass haben! (penible Leser erinnern sich natürlich an so manch andere von mir verkündete Sinngebung, die dem jetzt widerspricht. OK,OK, lasst wir es trotzdem einfach einmal „for the sake of argument“ stehen, sonst müsste ich mir jetzt eine andere Intro einfallen lassen.)

    ohshitkey Das ist natürlich ein unschuldiger und naiver Zugang zum Leben. Ganze medizinische Fachrichtungen und letztlich alle Religionen tun ja kaum etwas anderes als sich mit dem Sinn zu beschäftigen.
    Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und wo gibt es die besten Wiener Schnitzel? Das sind Fragen auf die wir die Antworten leider schuldig bleiben müssen.
    (Obwohl: die letzte Frage wäre vielleicht einmal eine genauere Untersuchung wert!)

    Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich das Kuriositätenkabinett ein Event aussucht, das von seiner Idee her absolut sinnfrei ist: Wir machen einen FLASHMOB!

    Flashmob? Was ist das jetzt wieder?

    Die-witzigsten-Bilder3 Ein Flashmob ist eine kurze Aktion, bei der sich Leute scheinbar zufällig und spontan an einem öffentlichen Ort zusammenfinden, einige Minuten lang irgendetwas völlig Absurdes tun und dann im nächsten Moment plötzlich verschwinden.

    Zurück bleiben verdutzte Passanten, die vielleicht Ihren Augen nicht ganz trauen und einen Augenblick aus Ihrer gedanklichen Routine gerissen sind.

    Das Ganze ist absolut sinnlos und dient nur dazu, etwas Spass zu haben und den Passanten einen Moment des Absurden zu gönnen.

    Spontan ist beim Flashmob natürlich in Wirklichkeit gar nichts. Im Gegenteil: Je exakter die Aktion geplant ist und durchgeführt wird, desto besser ist der Effekt.

    Die Flashmob Idee schwappte 2003 von Amerika nach Europa über, 2009 gab es dann eine neue Welle überall in Europa. Und wir sind dabei!

    „OK, sinnlos ist gut. Und was machen wir?“

    Wenn wir uns schon gemeinsam treffen, wäre es schade, wenn wir den Aufwand nur für einen Flashmob betreiben, weil nach wenigen Minuten ist der Spuk ja vorbei. Deshalb sollten wir (je nach Erfolg und Stimmung) 2-3 Flashmobs hintereinander machen. Ich schlage vor: Den „Freeze“, „Lesen“ und den „Gänsemarsch“

    „Der Freeze“
    Der Klassiker, bei dem alle Teilnehmer plötzlich in Ihrer Bewegung erstarren. Schöne Beispiele dazu gibt es hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=jwMj3PJDxuo&feature=fvsr
    und hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=X4GMXavfKPY
    http://www.youtube.com/watch?v=Xq3rpjx-1uk&feature=related

    Die Videos erklären es von selbst. Wichtig ist hier die absolute Erstarrung in einer eindeutigen Pose (z.B. beim Aufheben von Dingen oder beim Schuhe zubinden). Nicht einmal die Augäpfel sollten sich bewegen, nur Zwinkern ist natürlich notwendig.
    Auf ein Signal hin (Pfeife) bewegen sich alle plötzlich wieder ganz normal weiter als sei nichts geschehen und verschwinden.

    Vielleicht überlegt ihr euch schon vorher welche „natürliche“ Pose ihr einnehmen wollt, damit es ein bisschen auffällt. (z.B. Trinken, Schuhe binden, Stadtplan anschauen, Jacke ausziehen, etwas wegwerfen, irgendwohin zeigen, Einen zweiten Berühren, Schneuzen,…)
    Dauer: 3-5 Minuten

    langeweile_im_buero„Der Gänsemarsch“

    Einer geht vor, alle anderen gehen in einer Reihe nach. Als wäre es ganz normal.
    Der Blick ist unbeteiligt und geradeaus. Keiner spricht oder antwortet auf irgendeine Frage. Wenn der erste etwas vormacht (z.B. Hüpfen), dann machen es alle nach.
    Ich denke dass die Schlange dann z.B. in eine Straßenbahn einsteigen könnte und bei der nächsten Tür gleich wieder raus geht. Oder durch ein Geschäft durch. Und plötzlich löst sich die Schlange wieder auf und verschwindet.
    Beispiel:
    http://www.youtube.com/watch?v=jgmKu-KLspk
    Dauer: 5 Minuten

    „Lesen“
    Ein Flashmob, der mir selbst eingefallen ist und für den ich noch keine Spuren im Internet gefunden habe. Das könnte daher eventuell eine Innovation sein.
    Idee: Leute legen sich auf den Boden als würden sie daheim am Bett liegen und lesen ein Buch oder eine Zeitung. Mitten am Gehsteig. Alle paar Meter liegt dann wieder so ein Verrückter. (also nicht auf einem Haufen gemeinsam, sondern etwas verteilt). Wenn man angesprochen wird, tut man so, als wäre es ganz normal und sagt „Ich muss das dringend lesen“, „ich weiß nicht was Sie meinen“ oder etwas Ähnliches. Ansonsten kein Kommentar. Wie immer ist der ernste, unbeteiligte Blick wichtig für den Effekt.
    Dauer: 3 -5 Minuten

    Termin: Samstag, 3. Oktober , 11 Uhr

    Mitzubringen:
    + Kleidung, mit der man sich auf den Boden legen kann.
    + Eine Bewegungsidee für den Freeze

    Treffpunkt: Pünktlich um 11 Uhr in der Schmiedgasse Ecke Landhausgasse zur kurzen Intro, danach Durchführung von 2-3 Flashmobs an verschiedenen Stellen in der Innenstadt (z.B. Herrengasse, Sporgasse, Südtirolerplatz oder ähnliche Orte. Genaue Orte und Zeiten bleiben bis zuletzt geheim.)
    Jeweils zwischen den Flashmobs gibt es nach dem „Verschwinden“ wieder einen Sammelpunkt und Kurzbesprechung der nächsten Aktion
    Insgesamt werden die 3 Flashmobs mit den Zwischen-Treffpunkten wahrscheinlich eine Stunde dauern.

    Chillout:
    Danach stürmen wir irgendein naheliegendes Lokal zum gemeinsamen Chillout, Schulter klopfen und eventuell Aufnahme notweniger Kalorien.

    Doku:
    2-3 Leute werden das ganze auf Video und Foto aufnehmen. Das ganze kommt dann natürlich wieder auf die Homepage und eventuell auf Youtube.

    Wer ist dabei?
    Hoffentlich möglichst viele! Ihr sollt alle dabei sein und noch möglichst viele Freunde mitbringen! Wir sollten mindestens 30-40 Leute sein, sonst verschwindet der Effekt. Wenn wir mehr sind wird es umso besser.
    Also: Ladet alle eure Freunde ein, dabei zu sein. Und die sollen ihre Freunde auch gleich mitbringen!

    Zuschauen: Verboten! Wer kommt macht mit. Nur unwissende Passanten dürfen zuschauen.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit,

    Andreas