Habt Ihr nicht auch das Gefühl, dass unsere ewige Erzfeindin „Boreda“, die Göttin der Langeweile immer stärker wird? Hat sie sie sich wieder mit Ihrem grauen Sohn Normalis zusammengetan?
Ist unser epischer Kampf gegen sie verloren? Hört ihr auch Ihre monotonen Gesänge, die uns am Sofa einlullen sollen? Die uns „in der Spur“ halten sollen?
Los! Gebt nicht auf, wir stellen uns wieder neben die Spur. Steckt euch die Petersilie in die Ohren! Setzt euch eine Socke auf den Kopf oder zumindest einen Fez!
Und schon fühlt ihr die Energie in euch aufsteigen! Diese Energie, die das Leben zu einem Abenteuer macht. Und genau diese Energie wird notwendig sein, wenn ihr den begehrtesten Titel östlich des Rio Grande gewinnen wollt. Den „Master of Disaster“
Ja, die alternativen olympischen Spiele 2024 stehen vor der Tür und da wollen wir sie doch direkt hereinlassen!
Wenn du beim letzten Mal vor 3 Jahren schon dabei warst, dann weißt du ja was dich erwartet: Kuriose Bewerbe, die bei den olympischen Spielen keinen Platz gefunden haben.
Bewerbe, die deine Geschicklichkeit herausfordern wie z.B. „Last egg standing“, das sich heuer als „Ei believe Ei can fly“ identifizieren wird.
Oder „Tossing the caber“, diese faszinierende Mischung aus Kraft, Balance und Präzision.
Moderne Bewerbe wie „Speed SMS“, dessen Name seltsam rasch gealtert ist. Wer schreibt noch echte SMS?
Uralte Bewerbe wie „Schweine werfen“, das schon bei den alten Germanen sehr beliebt war und das wir natürlich nach den Original-Regeln spielen, die Tacitus in seinem „de origine et situ Germanorum“ beschrieben hat. Dass Tacitus selbst gar nie in Germanien war, sei hier nur als historische Fussnote erwähnt. Karl May war ja auch nie in Amerika und Tacitus war zumindest nie im Gefängnis. Also alles gut hier.
Wir werden auch wieder einen Bewerb aus der Literatur integrieren, wie es schon bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit üblich war. Beim letzen mal waren es japanische Haikus, diesmal erwartet euch eine Herausforderung aus dem Norden Europas. Welche? Ich sage nur: Es hat wenig Sinn viel Lärm um nichts zu machen, wenn es dann doch nicht so ist, wie es euch gefällt. (Hint?)
Dann natürlich das absolute Highlight „Ministry of silly walks“. Wer hier gewinnen will, wird auf jeden Fall die extra Meile gehen müssen. Wer wird jemals das Finale vom letzten Mal vergessen können? Wird es zu toppen sein?
Und es ist uns eine Ehre zwei neue Bewerbe vorzustellen: „Hobby horsing“ haben wir von unserer Fact-Finding-Mission in Finnland mitgebracht. Und „Fold it bold“, erklärt sich beinahe von selbst. Ihr wisst was ihr zu tun habt.
Zu allen Bewerben werdet ihr noch rechtzeitig sinnvolle und durchaus auch sinnlose Details erhalten. Kann euch Training darauf vorbereiten und den Sieg sichern? I don’t think so!
Es wird wie beim letzten mal wieder eine relativ simple Verköstigung geben um den Charme des amateurhaften, improvisierten Events nicht mutwillig zu zerstören. Und da wir schon Tacitus dabei haben, konnten wir Lukullus nicht zusätzlich einladen, die beiden mochten sich nämlich nicht.
Aber auch wir gehen mit der Zeit und werden sogar eine vegane Alternative anbieten! Bitte bei der Anmeldung eure Vorliebe auswählen.
Im Gegensatz zum letzten mal gibt es keine Individualanmeldungen zu den Bewerben. Jeder macht einfach bei so vielen Bewerben mit, dass die individuelle Schwelle zum Wahnsinn gerade überschritten wird. Dann wird das schon passen.
Also, die Anmeldung ist offen, aber Achtung die Plätze sind begrenzt! Melde dich jetzt gleich an, just do it!
Heuer ist es endlich so weit, das „Bergmanns Kuriositätenkabinett“ erwacht aus dem langen Winterschlaf und das mit einem „Big bang“: Die „alternativen olympischen Spiele“!
Wer das Kuriositätenkabinett bereits kennt, der weiß, dass der Name nicht zufällig gewählt ist. Das Seltsame und Wunderliche ist es, das unseren Puls erhöht. Das Absurde und Sonderbare zieht uns an. Wenn es eine Spur gibt, dann ist es knapp neben der Spur gerade recht. Wir sind „Neu-gierig“ im eigentlichen Sinn und gegen das absolut Sinnlose haben wir keine Allergien.
Für mich persönlich bringt es der amerikanische Journalist Hunter S. Thompson am besten zum Ausdruck, was das Kuriositätenkabinett wirklich ist:
Das soll er in „The Proud Highway – Saga of a desperate southern gentleman“ geschrieben haben. Auch bei genauem Lesen (=Verwendung der Kindle-Suchfunktion), ist dieses Zitat dort aber seltsamerweise nicht zu finden. Das macht die Sache natürlich noch interessanter. Kurios. Genau so, wie wir es mögen!
Dieses „Wow! What a ride!“ ist es auf jeden Fall, das wir erreichen wollen.
Aber gleichzeitig sind wir natürlich Wochenend-Abenteurer, die dazu nicht den Mount Everest besteigen oder die Antarktis durchqueren wollen. Das wäre (und ist für einige) auch eine mögliche Interpretation dieser Worte. Nein, wir wollen ein spannendes und „volles“ Leben haben, aber es sollte durch die Spannung nicht wesentlich verkürzt werden! Das würde ja wiederum die Möglichkeiten für das Kuriose einschränken!
In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns also mit dem Kuriositätenkabinett. Nicht durch den Dschungel hetzend oder aus dem Flugzeug springend, das machen wir vielleicht in anderen Settings. Sondern eben gerade ein bisschen „neben der Spur“. Und weitgehend familientauglich.
Und da kommen uns die olympischen Spiele gerade recht! Die Welt erfreut sich an Schwimmbewerben, Kanuten (ja, die heißen wirklich so!) und Judokas. Da muss das Kuriositätenkabinett natürlich würdig reagieren. Die Idee ist ja recht gut, aber halt doch schon etwas ausgefahren. Und wenn man weiß, dass bei den olympischen Spielen zwischen 1912 und 1948 so kuriose Bewerbe wie „Literatur“, „Architektur“ und „Bildhauerei“ vertreten waren, dann denkt sich doch jeder vernünftige Mensch:
„Da geht noch mehr!“
Wir haben in den letzten Tagen schon viel Spaß gehabt, uns die einzelnen Bewerbe im Detail zu überlegen und heute darf ich euch zumindest einmal den endgültigen Kanon an Bewerben vorstellen.
+ Tossing the caber (Schamlos von den Schotten geklaut)
+ Seilziehen (Teambewerb) (1912 bereits olympisch, danach leider nicht mehr)
+ Aus dem Bereich der Lyrik: Haiku Wettbewerb
+ Aus dem Bereich praktische Architektur: Turmbau zu Babel
+ SMS for your live!
+ Puzzle razzle
+ Ministry of silly walks (natürlich geklaut! Muss sein!)
+ Last egg standing
+ Make Adam Riese proud!
Die Details zu den einzelnen Bewerben findet ihr unten verlinkt.
Grundregel: Jeder ist Teilnehmer! Das Ganze wird nur dann lustig, wenn es auch jeweils genügend Teilnehmer gibt. Und Spitzenleistung ist ja absolut nicht gefragt. Für die Bereitschaft, sich absolut lächerlich zu machen wird es extra Punkte geben! Ebenso wie ein grandioser „Auftritt“ (Danke Franzi für diesen Input!). Daher muss jeder Athlet (ja, so dürft ihr euch bezeichnen!) an mindestens 3.8 der 10 Bewerbe teilnehmen. Für jeden Bewerb wird es Punkte für die Gesamtwertung geben. Wer also dann den begehrten Titel des „Master of Desaster“ erreichen will, wird an möglichst vielen Bewerben teilnehmen. Es wird natürlich 2 streng getrennte Eingänge geben „Athleten“ und „Zuschauer“. Der Athleten-Eingang führt durch das Gartentor direkt in unseren Garten (wo alle Bewerbe stattfinden). Der „Zuschauer“-Eingang befindet sich vor einer sehr stabilen 5 Meter hohen Ziegelwand etwa 25km entfernt.
Und jeder der bei einem Einzelbewerb nicht teilnimmt, erklärt sich bereit, dort Schiedsrichter zu sein oder auch die überaus wichtige Rolle eines sogenannten „Hilfs-Tschakls“ zu übernehmen.
Ort: Garten, 8020 Graz, Eggenberger Allee 30 bzw. eigentlich Vinzenzgasse Nummer 0.15L, aber diese Notation mag Google Maps nicht so gerne. (Dabei wäre das doch ein absolut logisches System der Hausnummernvergabe. Dezimalzahlen! So könnte man die tatsächlichen genauen Entfernungen gleich in der Hausnummer mitspeichern! Z.B, in Kilometer: Hausnummer 0.1 ist dann eben 0,1 km oder 100 Meter vom Straßenanfang entfernt. Die Straßenseite könnte man dann immer noch mit L und R mitkodieren also z.B. 0.1L ist dann auf der linken Seite. Für mich ein eindeutig überlegenes System. Just some food for thought!)
Anmeldung: Erfolgt noch extra über eine Anmeldeseite
Teilnahmegebühr:
10 Euro pro Person ab 18 Jahren
5 Euro pro Person ab 14 Jahre
Verpflegung:
In der Teilnahmegebühr ist ein einfaches Mittagessen enthalten. Dies wird sich aber auf dem Level „Gulaschsuppe“, „Würstel“ oder Ähnliches bewegen. Eine vegetarische Variante wird vorhanden sein. Wir wollen die Teilnahmegebühr bewusst niedrig halten, damit jeder, der will auch teilnehmen kann. Daher gibt es weder Kaviar noch Champagner und VIP-Zelt sowieso nicht. Das Catering übernimmt die freundliche „Warm und reichlich, Do it yourself GmbH“.
Freunde des Lucius Licinius Lucullus(was für ein Name, LLL 🙂 ) oder Personen mit besonderen Diätanforderungen sollen sich bitte etwas zusätzlich organisieren. (Was natürlich die wohlfeile Teilnahmegebühr keineswegs reduzieren wird!) Billa, Billa Plus (für mich war „Merkur“ schon ein neumodischer Begriff. Wieso brauchen wir jetzt wieder einen neuen Namen? Für uns Eggenberger heißt der Markt „Coop“ und wenn es wirklich neumodisch sein soll: „Konsum“!), Hofer und Lidl sind alle fußläufig erreichbar. Mikrowelle und Herd können wir zur Verfügung stellen. Und diverse Lieferdienste finden natürlich auch zu uns (vor allem wenn man die Adresse in einem logischen System angibt!)
Wetter: Ich bin ja ein Sonntagskind, daher gehen wir davon aus, dass wir ein gutes Wetter haben werden. Ein bisschen Regen wird uns nicht abhalten. Bei starkem Gewitter oder tagelangem Dauerregen kann es natürlich sein, dass wir doch kurzfristig absagen müssen. Indoor können die Spiele leider nicht stattfinden. In diesem Fall würden wir den Ersatztermin am 4.September anpeilen.
Ausrüstung: Auf jeden Fall werdet ihr mindestens ein Wechselgewand benötigen. Wer am Ende des Tages absolut sauber geblieben ist, hat irgendwas nicht ganz verstanden. Turnschuhe können von Vorteil sein. Stöckelschuhe sind ganz klar im Nachteil, außer vielleicht bei „Ministry of silly walks“, vor allem für Männer. Gewand, dass die Bewegung einschränkt wird nicht hilfreich sein, es muss aber kein Turngewand sein. Kostümierung ist willkommen! Prinzipiell: Jeder kommt, wie er sich wohl fühlt.
Bei heißem Wetter (und auch Regenwetter) könnte ein persönlicher Schirm und/oder Familienschirm von Vorteil sein. Das Schirmetragen bei Sonnenschein ist ja bei uns leider vollkommen aus der Mode gekommen. In China aber durchaus noch üblich! Hilft ja auch gegen überbordende staatliche Kamera-Überwachung. Unter dem Motto „Persönlicher Sonnenschirm, warum nicht?“, wird es bei den olympischen Spielen daher extra Punkte für die 3 schönsten und originellsten Sonnenschirme geben!
Corona:
Eigentlich soll das „C“-Wort ja wenig vorkommen. In Zukunft nur noch als Urlaubsort in St.Corona am Wechsel. Dort gibt es übrigens tolle Action in der Erlebnisarena. Sicherlich eine Reise wert. Schon alleine wegen dem Maskottchen „Corona“, eine süße Ameise, die momentan traurig ist, weil ihr Name mit einer Krankheit in Verbindung gebracht wird. Sehr süß!
Aber natürlich müssen wir uns an die realen Möglichkeiten halten. Wir hoffen dass mit dem Impffortschritt bis Ende Juli das Thema weitgehend unter Kontrolle ist und Veranstaltungen im Freien stattfinden dürfen. Wir werden uns natürlich an alle Vorschriften halten um für alle Teilnehmer einen sicheren Ablauf zu ermöglichen. Ein konsequentes Abstand halten wird naturgemäß nicht möglich sein. Abgesehen davon können wir aber mit konsequenten Tests bei allen Teilnehmern eine sichere Umgebung schaffen.
Die Götter werden vorgeben was möglich ist. (Was ist eigentlich aus dem virologischen Quartett Kurz, Anschober, Nehammer und Kogler geworden? Wer hat die vom Olymp verbannt? Aja Anschober heisst ja jetzt Mückstein. Wäre interessant zu wissen, wie dieser Name entstanden ist. Gabe es früher „Mückensteine“ zur Bekämpfung von Mücken? Wurden diese geworfen? Die sind dann wahrscheinlich verschwunden, als das Fensterglas erfunden wurde. Plötzlich zu teuer auf lange Sicht. Aber vielleicht einmal ein spannender Wettbewerb für unsere Spiele! Wir werden das weiter recherchieren!) Im Notfall müssen wir aber auch hier auf den 4. September verschieben.
So genug der Inhalte für heute, ich merke deine Gedanken schweifen bereits ab. Diesen abwesenden Blick kenne ich! Es folgen in den nächsten Tagen die genauere Vorstellung der Einzelbwerbe. Stay tuned!
Ein Wahnsinn, wenn ich auf das Datum unserer letzten Kuriosität schaue! Ist das wirklich schon so lange her?
Ist die Zeit in einem Wurmloch verschwunden? Habe ich so stark zugenommen, dass die Masseneffekte von Einsteins Relativitätstheorie schon zur Zeitdilatation geführt haben? Oder hat sich unsere Erzfeindin “Boreda”, die Göttin der Langeweile, bereits endgültig durchgesetzt?
Das muss definitiv anders werden und ich denke ein würdiger Programmpunkt steht auf dem Plan, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.
Entomophagie, welch schönes Wort.
Einen anderen schönen Begriff habe ich gestern gelernt: “Harmoniehalle”. Dieses wunderschöne Wort verwenden die Chinesen als Bezeichnung ihrer öffentlichen Toilettenanlagen. Ich denke die Treffsicherheit dieses Gedankenganges kann jeder leicht nachvollziehen. Gibt es bei uns ähnlich schöne Beschreibungen?
Vielleicht sollten wir ein Gewinnspiel veranstalten: Wem ähnlich schöne Worte einfallen, der schreibt sie bitte auf eine korrekt frankierte Postkarte und hängt sie zuhause an die Wand. Oder in seine private Harmoniehalle.
Zurück zur Entomophagie: Was heisst das?
Wir werden Insekten essen!
Wem würde bei “Zophobas in zarter Soße über frischem Spargel” nicht das Wasser im Munde zusammenrinnen. Wem wären “Heuschrecken in Mandelsplittern und Schokolade” nicht eine Sünde wert?
Ja ich weiss, das sind jetzt nicht die alltäglichsten Speisen, aber wir vom Kuriositätenkabinett haben es uns ja zum Ziel gesetzt, das Aussergewöhnliche zu wagen und dem Besonderen eine Chance zu geben. Wo sich andere entsetzt abwenden, wird es für uns erst richtig interessant.
Und wenn man ehrlich ist:
Habt Ihr schon einmal genauer über Shrimps nachgedacht? Oder Kaviar? Wer würde bei Austern nicht sofort an eine Spezialität denken!
Die Einordnung in Normal, Ekel und Spezialität ist offensichtlich eine willkürliche und ungerechte.
Das muss ja geradezu unseren Widerstand hervorrufen. Und als “Rächer der Enterbten” wollen wir dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit natürlich ein Ende setzen. “Locusts for president!”
Also wie sind die Facts?
Termin: Samstag 5.5 17 Uhr
Ort: Bei uns zuhause, Eggenberger Allee 30
Ablauf:
Gemeinsames Zubereiten der Köstlichkeiten ab 17 Uhr.
Gemeinsames Verspeisen.
Es kann natürlich sein, dass einzelne (oder alle) nicht ganz satt davon werden, daher können wir uns ja danach ja noch ein Gulasch aufwärmen oder eine Pizza bestellen ;-)
Gemütliches Chillout mit Open End bei einem Gläschen Wein und garantiert europäischen Knabbereien.
Zutaten: Heuschrecken, Grillen, Mehlwürmer und Zophobas. Eventuell bekommen wir auch einige Seidenraupen.
Daraus bereiten wir dann z.B. “Heuschrecken mit Waldpilzen”, “Mehlwurm Pommes Frites” und ähnliche Gerichte. Ich habe eine Sammlung köstlicher Rezepte, aus der wir uns dann etwas aussuchen können. Als Nachspeise natürlich einen Klassiker: “Heuschrecken in Mandelsplittern und Schokolade”.
Da kann garantiert keiner Widerstehen!
Bei unserer letzten Essaktion – den steirischen Sushi – hatten wir eine Rekordteilnahme. Diesmal wollen wir noch mehr Wagemutige in unserem Wohnzimmer begrüßen!
Also gebt euch einen Ruck und euch selbst die Chance für ein Erinnerungs-Highlight! Es sind diese Erlebnisse die in Erinnerung bleiben und nicht die Standard-Wochenenden!"
Folgt unserem Schlachtruf: “Boreda! In Your face!”
Bitte um rasche Anmeldung, damit wir die Menge der Zutaten richtig bestellen können.
Ich danke für die Aufmerksamkeit
Andreas
(dem das Wasser schon im Munde zusammenläuft!)
Jaja, ich weiss, es scheint als wäre das Kuriositätenkabinett still und ohne Gegenwehr im heimtückischen Sumpf des Normalenund Langweiligen versunken. Und tatsächlich droht diese Gefahr natürlich dauernd. Allzu verlockend sind auch für uns die Sirenengesänge von „Boreda“, der alten Göttin der Langeweile mit ihren pastellfarbigen Gewändern und ihren vernünftigen Argumenten.
Aber noch geben wir uns nicht geschlagen, etwas „Saft“ verbleibt noch in unseren Adern. Wieder einmal wehren wir uns gegen den Un-Ehrentitel „Krieger des Sofas“ und ziehen in den Kampf gegen Mieselsucht und Alltag.
Eigentlich war es geplant an dieser Stelle 2 Unternehmungen anzukündigen, aber leider hat es Ito, der Ideengeber für die 2.Idee, für schlau gehalten, sich das Kreuzband abzureissen. Das macht das nun leider unmöglich. Aber das wird schon wieder und dann holen wir das nach.
Aktuell ist nun einmal folgendes:
Lama-Wanderung:
Spucken Sie oder spucken sie nicht? Das wollen wir selbst herausfinden, bei einer Wanderung mit Lamas. Glücklicherweise müssen wir dafür nicht in die fernen Anden reisen, auch in der Steiermark haben diese ungewohnten Tiere mittlerweile ihre Heimat gefunden. Und so zieht es uns in das nicht allzu ferne Hirschegg, wo uns bis zu 17 Lamas erwarten.
Natürlich sind Lamas ungeeignet unsere Wohlstandskörper durch die Gegend zu tragen. Wir werden daher schon selber gehen müssen, haben aber jeder von uns sein eigenes Lama dabei.Also Gassi-gehen „deluxe“!Klingt sinnlos, ist es natürlich auch, aber das ist ja das heimliche Motto des Kuriositätenkabinetts.
„Lamas bestechen durch ihre Ruhe und Gelassenheit“ liest man auf der Homepage. Und „Meditationsreise“. Naja, wir werden sehen. Auf jeden Fall wird es eine wunderbare Wanderung durch die wunderbare Landschaft der Weststeiermark. Wunderbar eben. Und wir haben die Möglichkeit aussergewöhnliche Tiere kennenzulernen, wie es sonst kaum möglich ist.
Termin: Sonntag, 17.7. 201110 Uhr (Start in Hirschegg)
Ort: 8584 Hirschegg / Steiermark
Kosten:15 Euro pro Person
Mindestalter: 0 Jahre
Ausrüstung: Regenschutz, festes Schuhwerk (Turnschuhe), Jause, Getränke
Nach der Tour wieder Chillout in irgendeinem lokalen Tempel des Lukull (der hiermit ohne große Zeremonie zum Gott erhoben wird) oder Bacchus, je nach Bedarf.
Also wer diese Wanderung mitmachen will, sollte sich möglichst bald anmelden, es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Lamas.
Manche Leute behaupten ja von sich, niemals Wasser zu trinken. Selbst zum Zähneputzen reicht ihnen angeblich ein guter, trockener Weißwein.
Dabei hat Wasser einige faszinierende Eigenschaften, die es Wert wären darüber zu sinnieren. Aber bevor ich über Dichteanomalie oder Verdampfungsenthalpie schwadroniere (welch großartiges Wort!) möchte ich eher folgende Geschichte erzählen.
Aus dem Physikunterricht können sich vielleicht manche daran erinnern, dass eine Kalorie notwendig ist um 1g Wasser um 1 Grad C zu erwärmen. Man muss kein Wunderkind sein, um errechnen zu können, dass der Mensch, wenn er ein Glas kaltes Wasser trinkt -sagen wir mit 0 Grad- ca. 200 Kalorien braucht, um es um 1 Grad zu erwärmen.
Damit es auf Körpertemperatur gebracht wird, sind also ca. 7400 Kalorien notwendig, d.h. 200g Wasser mal 37 Grad Temperaturunterschied.
Das funktioniert natürlich auch mit anderen Flüssigkeiten, die besser schmecken. Trinkt man also ein großes Glas Bier ca. 400 g mit 0 Grad verliert man ca. 14800 Kalorien. Jetzt muss man natürlich noch die Kalorien des Bieres abziehen. Das sind laut Lebensmitteltabelle ca. 800 Kalorien für 400 g Bier.
Unter dem Strich betrachtet verliert man also ungefähr 14000 Kalorien bei einem kalten Glas Bier!!
Natürlich ist der Verlust um so größer, je kälter das Bier ist. Und deshalb ist natürlich ein Eis ideal zum Abnehmen. Bei einer Portion von 200g nehmen wir ca. 1000 Kalorien zu uns, verlieren aber durch die Erwärmung auf Körpertemperatur 7400 Kalorien.
Hinzu kommen dann noch ca. 7000 Kalorien zum Schmelzen des Eises, ca. 35 Kalorien pro Gramm. Richtig betrachtet bleibt also ein Verlust von 13400 Kalorien.
Da der Anteil der Kalorien in Lebensmitteln, im Vergleich zu den Kalorien des Wärmeverbrauchs nur sehr gering ist, ist es also fast egal was wir essen oder trinken, nur kalt muss es sein.
Diese Art Kalorien abzubauen ist, wie jedem einleuchten mag, viel effektiver als z.B. Fahrrad fahren oder Joggen bei denen nur ca. 1000 Kalorien pro Stunde verbrannt werden.
Abnehmen kann so einfach sein!
Und dem geneigten Leser bleibt es nun herauszufinden, wo der Fehler in dieser kleinen Argumentation liegt.
Wer den Fehler nicht findet sollte sich rasch daranmachen aus dieser bahnbrechenden Erkenntnis einen kleinen Diätratgeber zu schreiben und endgültig reich zu werden. In diesem Fall verzichte ich ausdrücklich auf die Erwähnung meines Namens als Ideengeber. Im Gegenteil, in selbstloser Weise bestehe ich darauf an diesem Ruhm nicht teilzuhaben. Alles Gute und viel Glück!
Aber ich schweife schon wieder ab, eigentlich wollte ich euch ja wieder zu einem kleinen Abenteuer einladen.
Diesmal zieht es uns, wie die Einleitung schon vermuten lässt, wieder einmal zum Wasser:
Paddeln auf der Mur
Bei Mureck am südlichsten Rand der Steiermark wollen wir uns mit Kajaks und Kanus in die Fluten der Mur wagen. Ein nasses Vergnügen ist garantiert, wenn wir unsere ersten wackeligen Paddelschläge ohne sicheren Boden unter den Füssen versuchen.
“Das ultimative Abenteuer auf der Mur” verspricht uns das Prospekt des Veranstalters. Ich meine, dass sei sicher noch zu toppen, aber für uns Wochenend-Abenteurer ist das im ersten Schritt wohl das Maximum, das wir uns zutrauen sollten.
“Das Kanufahren wird auch für Ungeübte zum Vergnügen, vorausgesetzt man fühlt sich im Wasser wohl. “. Wozu soll ich mir selbst Sätze überlegen, wenn ich sie so einfach von der Homepage kopieren kann.
Der unbekannte Verfasser will wohl beruhigend auf uns einwirken, dass diese Challenge für alle schaffbar sein sollte. Ob ihm das mit diesen Worten gelingt, möget ihr selbst an eurer Gemütsverfassung beurteilen. Das geringe Mindestalter von 12 Jahren spricht auf jeden Fall für eine Tour mit geringem Risiko.
Ich rechne auf jeden Fall mit hoher absoluter Feuchtigkeit und viel Spaß.
Die Grundparameter: Termin: Samstag 16.6.2012, 10 Uhr in Oberschwarza bei Spielfeld
Einbooten (jaja, so lautet der Fachbegriff aus der Kajaksprache!) in Oberschwarza bei Spielfeld/Mureck (an der Grenze zu Slowenien).
Ausbooten (ich schwöre, das habe ich nicht erfunden!) wahrscheinlich bei Gosdorf, nach ca. 3 Stunden.
Zwischendurch Mittagessen bei “Mur Pur” Karl Schober mit Brettljause und ähnlich lukullischen Genüssen (Buschenschenke) in Mureck.
Voraussetzung: + Gute Schwimmkenntnisse
+ Mindestalter 12 Jahre
Ausrüstung: Es gibt 8 zweisitzige und 4 dreisitzige Kanus und 3 einsitzige Kajaks. Schwimmweste und Neoprenanzüge werden ebenfalls von “Käptn Karl” zur Verfügung gestellt.
Mitzunehmen sind + Festes Schuhwerk (z.B. alte Turnschuhe) das auch nass werden darf (und das wird es!)
+ Trockene Ersatzkleidung
Dauer: Reine Fahrtzeit inkl. Pausen ca. 2 1/2 – 3 Stunden. Danach Chillout in beliebiger Länge. Zwischendurch noch Mittagessen.
Kosten:25 Euro pro Nase, unabhängig von der Nasenlänge. Eventuell noch 8,- Euro für den Neoprenanzug, falls gewünscht. Das geht aus der Homepage nicht so klar hervor. + Kosten für das Mittagessen.
Fahrt / Treffpunkt
Wie gewohnt empfehle ich wieder die Bildung von Fahrgemeinschaften.
Fahrtzeit laut Routenplaner von Graz-Eggenberg nach “Oberschwarza, 8471 Murfeld” ca. 40 Minuten. Ich empfehle 50 Minuten einzuplanen, damit wir pünktlich dort sind.
(An Bojan: Bitte noch 10 Minuten dazurechnen, ich denke, es gibt 1-2 Kreisverkehre auf der Strecke! )
Motivation:
Ein Kapitel, dass für die regelmäßigen Teilnehmer des Kuriositätenkabinetts unnötig ist.
Im Prinzip reicht es uns natürlich, wieder einmal etwas Außergewöhnliches zu erleben und dabei auch noch eine Menge Spaß zu haben. Und der ist garantiert!
So und jetzt zum Wichtigsten:
Wegen der Reservierung des Termins und der Boote ist eine rasche Anmeldung notwendig.
+ Wer nimmt teil?
+ Oder kuriose, möglichst unglaubwürdige Ausreden von allen die nicht teilnehmen.
Also Freunde, macht euch bereit für ein weiteres außergewöhnliches Erlebnis. Die Erfahrung zeigt, wer jetzt nicht dabei ist, der holt es auch so nicht mehr nach.
Ich danke für die Aufmerksamkeit,
Andreas
(der ja gerne durch Graz gepaddelt wäre. Naja, vielleicht beim nächsten mal)
Teilnehmer: 62 !!!
Ich erspare mir diesmal die Aufzählung aller Namen, ich kenne auch gar nicht alle. Freunde von Freunden von Freunden. Ist das nicht wunderbar?
Flashmob! Kurioser geht es kaum, und lustiger auch nicht. Ganze 62 Teilnehmer haben wir zu dieser gepflegten Sinnlosigkeit motivieren können. Und dabei gab es nicht einmal etwas zu essen.
Was sagt das über uns aus?
Was sagt das über die Teilnehmer aus?
Keine Ahnung!
Tatsache ist: Wir hatten einen unglaublichen Spaß. Einige Passanten auch. Vor allem die kleine Bettlerin (siehe Gänsemarsch).
Da diesmal sowieso alle nur die Videos sehen wollen, werde ich mir diesmal die Philisophie ersparen, das würde eh keiner lesen. Ich könnte hier sicherlich jetzt einfach das “Vater Unser” oder Teile aus “Krieg und Frieden” reinkopieren und keiner würde es bemerken.
Daher gleich zu den einzelnen Aktionen:
Der Freeze
Der erste Flashmob des Tages war der Freeze – ein Klassiker, der immer funktioniert. Gerade richtig für uns Flashmob-Anfänger.
Auf ein Zeichen hin erstarren alle Teilnehmer in einer vorher ausgedachten Stellung (jugendfrei!) und rühren sich für 3 Minuten nicht mehr.
Wahnsinn! Was sich manche für geniale Posen einfallen haben lassen, ich bin voll begeistert und viele Passanten waren es auch. Das hätte keine Regie besser machen können. Die Kreativität der Gruppe bleibt eben unschlagbar.
Leider haben wir nicht alle am Video, weil unser Medienteam gar nicht wusste, wo überall Leute stehen. Sorry Leute, beim nächsten mal werden wir das besser planen!
Und ich werde mich beim nächsten mal nicht so wackelig hinstellen, mein Oberschenkel hat sich total verkrampft und ich habe die Sekunden gezählt, bis wir erlöst werden. Am Ende sieht man eh wie ich weghumple.
Auch wenn böse Zungen anderer Meinung sind: Das ist keine Alterserscheinung! Gut dass ich vorher noch besserwisserisch alle genau davor gewarnt habe!
Aber so ist es eh einigen gegangen. 3 Minuten können verdammt lange werden. Man kennt die Relativität der Zeit ja auch schon daher, auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet! Draussen kann eine Minute warten eine Ewigkeit sein! Und beim Freeze ist es eben ähnlich.
Lesen
Genial einfach und meiner Meinung nach eine Flashmob-Innovation. Zumindest habe ich im Internet noch keinen anderen “Lese-Mob” gefunden.
Alle Teilnehmer legen sich über die ganze Straße verteilt auf den Boden und lesen ein Buch. Als ob es die normalste Sache der Welt wäre. Am besten mitten im Weg.
Einige Passanten haben es für Werbung für eine nahe Buchhandlung gehalten, einige ordneten uns natürlich gleich dem steirischen Herbst zu. Andere waren empört, dass sich jemand auf den Boden legt.
“Filmen Sie die Wahnsinnigen da? Was machn die? –
Ja Lesen! –
Was? Lesen? Am Boden? Na die Eltern wärn a Freud habn. Wenn des meine Kinder wärn…”
Großartig! Da fehlen mir weitere Worte.
Gänsemarsch
Mein Lieblings Flash-Mob. Mit 62 Teilnehmern waren wir auch eine wirklich beeindruckende Schlange! Man kann am Video von vorne das Ende der Schlange gar nicht sehen.
Auf jeden Fall haben wir nicht alle gleichzeitig ins “Claire” gepasst. Das hat die Verkäuferin dort etwas aus der Ruhe gebracht. Wobei interessanterweise ihre größte Sorge war, wer nachher aufwischen wird!
Da marschieren 60 Leute durch dein Geschäft und du hast die Chance dass jeder deine Ware sieht. Das sind ca. 10 mal mehr Leute als an einem durchschnittlichen Tag den Weg in dieses Geschäft finden.
Und dann machst du dir Sorgen über das Aufwischen? Bei schönem Wetter? Also das ist kurios!
Also passt es eh 🙂
Die Verkäuferinnen vom Klammerth waren da weit lässiger. Das hätte ich nicht erwartet, die habe ich wohl falsch eingeschätzt.
Chapeau! Sehr sympathisch!
Ein Höhepunkt war natürlich die Bettlerin! Mit jeder Münze, die in Ihrem Becher landete wurden Ihre Augen größer und ihr Lächeln breiter.
We made her day!
Dieses Lachen war die ganze Aktion 10 mal Wert und vielleicht wird sie ihren Enkeln noch davon erzählen.
Hiermit nehme ich offiziell alles zurück, was ich über die allgemeine Sinnlosigkeit dieses Events sinniert habe.
Und dann kam gleich der nächste Höhepunkt: Die Straßenbahn!
Bei einer Tür rein und bei der anderen Tür gleich wieder raus.
Der Fahrer hat auch eine Spur Humor bewiesen: “Wenn die lustigen Herrschaften da draußen fertig sind mitn Eini und Aussteigen, dann könn ma nocha weiterfahren. Danke!”
Trocken und sarkastisch – so mag ich es.
–
Alles in allem ein wunderbarer Tag. Ein Event, dass wir auf jeden Fall in ähnlicher Form wieder einmal machen wollen. Wer Ideen dazu hat: Bitte unbedingt melden!
Ich danke für die Aufmerksamkeit,
Andreas
(der beim Schneiden der Filme einen unglaublichen Spaß hatte!)