Autor: admin

  • Einladung Flashmob

    Hallo ihr Freunde des Kuriosen!

    Die-witzigsten-Bilder4 Als aufmerksame Leser des Kuriositätenkabinetts habt Ihr es ja sicherlich schon durchschaut: Das Kuriositätenkabinett ist an sich sinnlos.

    Egal ob wir uns durch die Lurgrotte quälen, steirische Sushi essen oder uns im Hochseilgarten von Baum zu Baum schwingen: einen tatsächlichen Sinn kann man nur mit größter Mühe hineininterpretieren.

    Es bleibt nur ein Sinn übrig: Wir wollen einfach etwas Spass haben! (penible Leser erinnern sich natürlich an so manch andere von mir verkündete Sinngebung, die dem jetzt widerspricht. OK,OK, lasst wir es trotzdem einfach einmal „for the sake of argument“ stehen, sonst müsste ich mir jetzt eine andere Intro einfallen lassen.)

    ohshitkey Das ist natürlich ein unschuldiger und naiver Zugang zum Leben. Ganze medizinische Fachrichtungen und letztlich alle Religionen tun ja kaum etwas anderes als sich mit dem Sinn zu beschäftigen.
    Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und wo gibt es die besten Wiener Schnitzel? Das sind Fragen auf die wir die Antworten leider schuldig bleiben müssen.
    (Obwohl: die letzte Frage wäre vielleicht einmal eine genauere Untersuchung wert!)

    Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich das Kuriositätenkabinett ein Event aussucht, das von seiner Idee her absolut sinnfrei ist: Wir machen einen FLASHMOB!

    Flashmob? Was ist das jetzt wieder?

    Die-witzigsten-Bilder3 Ein Flashmob ist eine kurze Aktion, bei der sich Leute scheinbar zufällig und spontan an einem öffentlichen Ort zusammenfinden, einige Minuten lang irgendetwas völlig Absurdes tun und dann im nächsten Moment plötzlich verschwinden.

    Zurück bleiben verdutzte Passanten, die vielleicht Ihren Augen nicht ganz trauen und einen Augenblick aus Ihrer gedanklichen Routine gerissen sind.

    Das Ganze ist absolut sinnlos und dient nur dazu, etwas Spass zu haben und den Passanten einen Moment des Absurden zu gönnen.

    Spontan ist beim Flashmob natürlich in Wirklichkeit gar nichts. Im Gegenteil: Je exakter die Aktion geplant ist und durchgeführt wird, desto besser ist der Effekt.

    Die Flashmob Idee schwappte 2003 von Amerika nach Europa über, 2009 gab es dann eine neue Welle überall in Europa. Und wir sind dabei!

    „OK, sinnlos ist gut. Und was machen wir?“

    Wenn wir uns schon gemeinsam treffen, wäre es schade, wenn wir den Aufwand nur für einen Flashmob betreiben, weil nach wenigen Minuten ist der Spuk ja vorbei. Deshalb sollten wir (je nach Erfolg und Stimmung) 2-3 Flashmobs hintereinander machen. Ich schlage vor: Den „Freeze“, „Lesen“ und den „Gänsemarsch“

    „Der Freeze“
    Der Klassiker, bei dem alle Teilnehmer plötzlich in Ihrer Bewegung erstarren. Schöne Beispiele dazu gibt es hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=jwMj3PJDxuo&feature=fvsr
    und hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=X4GMXavfKPY
    http://www.youtube.com/watch?v=Xq3rpjx-1uk&feature=related

    Die Videos erklären es von selbst. Wichtig ist hier die absolute Erstarrung in einer eindeutigen Pose (z.B. beim Aufheben von Dingen oder beim Schuhe zubinden). Nicht einmal die Augäpfel sollten sich bewegen, nur Zwinkern ist natürlich notwendig.
    Auf ein Signal hin (Pfeife) bewegen sich alle plötzlich wieder ganz normal weiter als sei nichts geschehen und verschwinden.

    Vielleicht überlegt ihr euch schon vorher welche „natürliche“ Pose ihr einnehmen wollt, damit es ein bisschen auffällt. (z.B. Trinken, Schuhe binden, Stadtplan anschauen, Jacke ausziehen, etwas wegwerfen, irgendwohin zeigen, Einen zweiten Berühren, Schneuzen,…)
    Dauer: 3-5 Minuten

    langeweile_im_buero„Der Gänsemarsch“

    Einer geht vor, alle anderen gehen in einer Reihe nach. Als wäre es ganz normal.
    Der Blick ist unbeteiligt und geradeaus. Keiner spricht oder antwortet auf irgendeine Frage. Wenn der erste etwas vormacht (z.B. Hüpfen), dann machen es alle nach.
    Ich denke dass die Schlange dann z.B. in eine Straßenbahn einsteigen könnte und bei der nächsten Tür gleich wieder raus geht. Oder durch ein Geschäft durch. Und plötzlich löst sich die Schlange wieder auf und verschwindet.
    Beispiel:
    http://www.youtube.com/watch?v=jgmKu-KLspk
    Dauer: 5 Minuten

    „Lesen“
    Ein Flashmob, der mir selbst eingefallen ist und für den ich noch keine Spuren im Internet gefunden habe. Das könnte daher eventuell eine Innovation sein.
    Idee: Leute legen sich auf den Boden als würden sie daheim am Bett liegen und lesen ein Buch oder eine Zeitung. Mitten am Gehsteig. Alle paar Meter liegt dann wieder so ein Verrückter. (also nicht auf einem Haufen gemeinsam, sondern etwas verteilt). Wenn man angesprochen wird, tut man so, als wäre es ganz normal und sagt „Ich muss das dringend lesen“, „ich weiß nicht was Sie meinen“ oder etwas Ähnliches. Ansonsten kein Kommentar. Wie immer ist der ernste, unbeteiligte Blick wichtig für den Effekt.
    Dauer: 3 -5 Minuten

    Termin: Samstag, 3. Oktober , 11 Uhr

    Mitzubringen:
    + Kleidung, mit der man sich auf den Boden legen kann.
    + Eine Bewegungsidee für den Freeze

    Treffpunkt: Pünktlich um 11 Uhr in der Schmiedgasse Ecke Landhausgasse zur kurzen Intro, danach Durchführung von 2-3 Flashmobs an verschiedenen Stellen in der Innenstadt (z.B. Herrengasse, Sporgasse, Südtirolerplatz oder ähnliche Orte. Genaue Orte und Zeiten bleiben bis zuletzt geheim.)
    Jeweils zwischen den Flashmobs gibt es nach dem „Verschwinden“ wieder einen Sammelpunkt und Kurzbesprechung der nächsten Aktion
    Insgesamt werden die 3 Flashmobs mit den Zwischen-Treffpunkten wahrscheinlich eine Stunde dauern.

    Chillout:
    Danach stürmen wir irgendein naheliegendes Lokal zum gemeinsamen Chillout, Schulter klopfen und eventuell Aufnahme notweniger Kalorien.

    Doku:
    2-3 Leute werden das ganze auf Video und Foto aufnehmen. Das ganze kommt dann natürlich wieder auf die Homepage und eventuell auf Youtube.

    Wer ist dabei?
    Hoffentlich möglichst viele! Ihr sollt alle dabei sein und noch möglichst viele Freunde mitbringen! Wir sollten mindestens 30-40 Leute sein, sonst verschwindet der Effekt. Wenn wir mehr sind wird es umso besser.
    Also: Ladet alle eure Freunde ein, dabei zu sein. Und die sollen ihre Freunde auch gleich mitbringen!

    Zuschauen: Verboten! Wer kommt macht mit. Nur unwissende Passanten dürfen zuschauen.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit,

    Andreas

  • Wörthersee Überquerung

    Datum: A30_08_09 114-102430. August 2009

    Teilnehmer:

    Laura, Andreas
    Silvia, Christof
    Sanja, Maja, Maja (ja zweimal!)
    Bojan, Michi
    Julia

    Beiboot:
    Horst
    Matthias
    Martina (mit Puppe)

    Fazit:
    Geschafft: Alle
    Vom Ungeheuer gefressen: Keiner

    Dauer:
    Strecke 1: 50 Minuten
    Strecke 2: 43 Minuten  (nach Hause geht es immer schneller!)

    “Wenn Schwimmen schlankmacht, was machen dann Blauwale falsch?”

    wasser2 Auf den ersten Blick, ist Wasser ja eigentlich ein langweiliger Stoff. So alltäglich, dass wir ihm kaum Beachtung schenken.

    Dabei hat Wasser einige faszinierende Eigenschaften, die gar nicht so selbstverständlich sind. Ich sage nur “Dichteanomalie”, “Oberflächenspannung”, “Dipol”  und “Wasserstoffbrücken”. Das sagt euch sicher eh schon alles! Ein faszinierender Stoff.

    Diesmal will ich aber Ausflüge in die Physik oder Chemie beiseite lassen, sonst sinkt die Lesequote gleich wieder gegen Null.

    sandsturm3 Eine Welt fast ohne Wasser hat ja Frank Herbert im “Wüstenplanet” sehr eindrucksvoll beschrieben.
    Das Volk der Fremen, das seine harte Kultur auf das Überleben in dieser unbarmherzigen Umwelt ausgerichtet hat. Wo Wasser zum wertvollsten Rohstoff wird und jeder einzelne Tropfen sorgsamst bewahrt wird.
    Wo auf Wasserraub die Todesstrafe steht und Tote sorgfältig entwässert werden. Wo der Wassermangel Grundlage für die Paradies- und Erlösungsvorstellungen Ihrer Religion wird.
    Spucken ist eine ehrenhafte Begrüßung, weil wertvolles Wasser herzugeben ein großes Geschenk ist. “Wasserringe” gelten als Währung, bei der anstelle von dem bei uns früher üblichen Gold, eine definierte Menge Wasser garantiert wird.

    sandsturm Tränen, die für einen anderen vergossen werden, gelten als höchste Ehrerbietung. Fremen verbringen Ihre gesamte Existenz in speziellen Anzügen, die jede Körperausscheidung bis hin zur Feuchtigkeit im Atem recyceln.

    Aus der Sicht der Fremen leben wir bereits im Paradies. So gehört die Idee, im Wasser schwimmen zu können, zu einer Ihrer Paradiesvorstellungen. So bastelt sich eben jede Religion nach Bedarf ihre eigene Paradiesvorstellung.

    Da seht Ihr, wie gut es uns geht! Wir haben so viel Wasser, dass wir sogar darin schwimmen können, und genau das wollten wir daher auch tun.

    Ziel war die (doppelte) Überquerung des Wörthersees von Pörtschach nach Maria-Wörth und zurück. Mit dem Daumen auf Google-Maps haben wir dafür eine Gesamtstrecke von 2,5 Kilometern ausgerechnet. Zu wenig für einen Ironman und zu viel für ein Eichhörnchen, also genau die richtige Distanz für uns Wochenend-Dilettanten.   (So jetzt habe ich endlich dir richtige Anzahl von “l” und “t” herausgeknobelt, sodass die rote Linie der Rechtschreibprüfung verschwindet! Wird wohl stimmen jetzt.)

    So, wer bisher brav mitgelesen hat, der darf jetzt auch die Bilder anschauen. Alle anderen: zurück zum Start!

    30_08_09 004-1024 Ein Mann und sein sprechendes Tretboot kämpfen gegen das Unrecht.
    A30_08_09 020-1024 Wichtig ist natürlich, dass alle in die richtige Richtung schwimmen. Wer in Velden landet, hat eindeutig die Richtung verfehlt, war aber dann auch ein paar Stunden länger unterwegs.
    Die Längs-Überquerung (Hää??? Wie sagt man, wenn man etwas der Länge nach “überquert”??  Überlängsung??? Ich finde es schön, wenn wir uns Sachen vornehmen, die die deutsche Sprache überfordern. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind!)
    So, der Einschub war zu lang, ich muss den Satz neu anfangen: Also wie auch immer es heisst: Die “Überlängsung” haben wir uns erst für nächstes Jahr vorgenommen.
    aP8300038-1024 Blickrichtung immer nach Maria Wörth. Dann passt es schon und es bleibt eine Überquerung. Schaut eh nicht so weit aus.
    Ich überprüfe noch kurz den Fahrplan, ob nicht doch ein Schiff geht. Aber es hilft nichts, wir müssen schwimmen.
    30_08_09 005-1024 Da sich Bojan 20 Minuten lang nicht aus dem Kreisverkehr heraus traut, müssen wir ein wenig warten. Zeit um noch einmal in der Nase zu bohren.
    30_08_09 006-1024 Das Beiboot steht bereit.
    C30_08_09 109 Der eigentliche Held des Tages. Ohne unseren “Käptn” Horst wäre dieses Unternehmen von vornherein zum Scheitern verurteilt. Er beschützt uns vor Dampfern, Motorbooten und natürlich dem gefürchteten Seeungeheuer. Und er transportiert die Jause. Den Whisky für den Chillout hat er auch mitgebracht.
    Dafür verleihen wir den großen Karawanken-Orden .
    30_08_09 008-1024 Startbereit. Das Wasser ist warm, das Wetter herrlich. Optimale Bedingungen. Die Ausreden werden langsam knapp.
    A30_08_09 015-1024 Zehen ins Wasser. Wollen wir uns das wirklich wieder einmal antun? Möchte wissen, wer immer auf solche schwachsinnigen Ideen kommt.  Eigentlich ist es hier am Ufer doch ganz gemütlich.
    A30_08_09 018-1024 Anspritzen ist unfair. Für alle die sich unsicher sind: Im Wasser ist Christof und nicht der Lindwurm.
    A30_08_09 014-1024 Lohengrin ist ja mit dem Schwan herumgefahren. Hat dort ein Schwan nicht auch ein Boot gezogen? Man kann ja zu Wagner stehen wie man will, aber von realistischen Größenverhältnissen hatte er scheinbar wenig Ahnung.
    Von “Nessie” am Loch Ness gibt es ähnliche Fotos. Sollen wir das Bild an den “Daily Telegraph” senden?
    A30_08_09 024-1024 OK, es geht los. Werden alle den grausamen Ungeheuern des Wörthersees entkommen?
    A30_08_09 026-1024 Weit sind wir noch nicht gekommen. Wenn es in dem Tempo weitergeht, können wir uns dann in Maria Wörth um die Übernachtung kümmern.
    A30_08_09 030 Der Optimismus ist auf jeden Fall groß.
    20 Meter vom Ufer entfernt wäre es auch eine Tragödie, wenn die Kraft schon aus wäre.
    A30_08_09 027 Ich kontrolliere unter Wasser, ob das Seeungeheuer kommt.
    Irgendwie bin ich mir ziemlich sicher, dass ich normalerweise mehr Haare auf dem Kopf habe. Liegt es an meiner übermenschlichen Geschwindigkeit, die mir die Haare vom Kopf drückt? Liegt es an der ätzenden Wirkung des angeblichen Trinkwassers? Irgendetwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu.
    A30_08_09 042-1024 A30_08_09 043-1024
    A30_08_09 046-1024 A30_08_09 053-1024
    A30_08_09 052-1024 A30_08_09 078-1024
    B30_08_09 026 BP8300018
    A30_08_09 056 Kurz dachte ich, der Lindwurm kommt. Aber es war zum Glück doch nur Bojan.
    Auf jeden Fall eine wunderschöne Stilstudie.
    Auch ihm hat es schon die Haare weggeätzt und auch Michi im oberen Bild hat nur noch wenige Stoppeln! Ich glaube es ist Zeit die Umweltbehörde zu alarmieren!
    AP8300022-1024 Auch Julia schwimmt große Teile mit. Eine super Leistung!
    Julia hat Ihre Haare auf jeden Fall noch alle, das spricht gegen eine ätzende Wirkung des Wassers. Dann war’s wohl doch die übermenschliche Geschwindigkeit!
    A30_08_09 086-1024 Der Dampfer, vor dem uns das Beiboot schützt. In sicherer Entfernung. Er hat scheinbar Angst vor uns.
    Da er auf seiner Werbung für Metaxa wirbt und wir eigentlich für den Whisky schwimmen, beschliessen wir ihn fahren zu lassen.
    A30_08_09 090-1024 Ankunft in Maria Wörth. Die Hälfte ist geschafft. Wo ist hier der Ausgang aus dem See? Mit querenden Schwimmern hat an dieser Stelle scheinbar keiner gerechnet. Das wird sich ändern müssen!
    A30_08_09 096-1024 A30_08_09 103-1024
    A30_08_09 105-1024 Gemeinsame Stärkung mit Müsliriegel und Schnitten.
    A30_08_09 109-1024
    A30_08_09 110-1024 Der Rosenkranz in der Kirche war zwar geplant, scheiterte aber an unserer unpassenden Bekleidung.
    A30_08_09 114-1024 Das Sieges-Foto. Eigentlich ist ja erst Halbzeit, das hindert uns aber nicht am Feiern. Und wer weiss, wie viele Schwimmer am Rückweg vom Lindwurm gefressen werden!
    aP8300035-1024 Und nochmal, weil’s so schön ist.
    Wer alle 243 Unterschiede zwischen den Bildern findet, sendet die Liste per Mail an das Kuriositätenkabinett, Stichwort “Mir ist fad und die Kakteen habe ich schon gegossen”
    A30_08_09 121-1024 Am Rückweg winken verlockende Hilfsmittel. Gilt natürlich nicht.
    A30_08_09 126-1024 Jede verbotene Unterstützung wird von der strengen Jury sofort entdeckt und geahndet.
    aP8300014-1024 Martina, die Leiterin der Jury. Unbestechlich und aufmerksam. Sie hat auch langjährige Erfahrung dabei, ihre Geschwister beim Schummeln zu erwischen. Deshalb natürlich top geeignet für den Job.
    A30_08_09 139-1024 Laura kann den Anblick des fernen Ufers nicht mehr ertragen. Besser mal das Ungeheuer suchen.
    Aber Vorsicht! Im US-Bundesstaat Vermont macht sich strafbar, wer unter Wasser ein Liedchen pfeift! Also schön leise sein!
    A30_08_09 148-1024 Erschöpft aber zufrieden wieder am Ausgangspunkt. Alle haben es geschafft! Der ägyptische Pharao links im Bild hat sich auch dazugeschummelt.
    A30_08_09 150-1024 Gemütliches Chillout mit Spaghetti, Sugo und natürlich etwas Whisky.
    Nebenbei überprüfen wir noch alle bekannten und einige unbekannte Hausmittel gegen Wespen auf Ihre Wirksamkeit.
    Fazit: Nicht einmal der extra aus den USA importierte “Waspinator” hilft. Wahrscheinlich sind europäische Wespen schlauer als Amerikanische. Würde keinen wundern!
    A30_08_09 152-1024

    Ich danke für die Aufmerksamkeit,

    Andreas
    (dessen Schwimmhäute sich langsam wieder zurückbilden)

    Alle Fotos von Horst und Silvia

  • Einladung zur Wörthersee Überquerung

    ACHTUNG! Termin verschoben auf den 15.August 2009 (Samstag) !!!
    ACHTUNG! Termin verschoben auf den 30.August 2009 (Sonntag) !!!

    Hallo Ihr lieben Abenteurer!

    Lebenswasser. Wisst Ihr was das ist?
    Assoziativ kommt einem da einiges in den Sinn, was vielleicht auch sehr gut auf die jeweilige psychische Verfassung des Denkers schließen lässt. Man könnte es fast als linguistischen Rohrschach-Test verwenden. Wäre interessant, was euch so alles einfällt.

    Aber was es wirklich bedeutet, darauf kommt man nur, wenn man es schon weiß: Es kommt aus dem schottisch-gälischen „uisge beatha“ und aus diesem „uisge“ leitet sich unser Wort „Whisky“ her. Whisky als Lebenswasser, „aqua vitae“ wie es die gebildeten Mönche dann auch nannten. Und als solches natürlich auch in der Fastenzeit geradezu ein Gebot.

    whisky1 „Es ist ein langer Weg zum Whisky-Experten – und es eine schöne Zeit dahin.“
    Wer auch immer diesen Spruch erfunden hat, weiss wovon er redet. Und dass es jedem gelingen kann, sein Leben nach eigener Vorstellung zu gestalten, deutet folgender Spruch an:
    „Trage immer eine kleine Flasche Whisky bei dir, für den Fall eines Schlangenbisses. Und noch wichtiger: Trage immer eine kleine Schlange bei dir.’“
    Wir reden hier natürlich in erster Linie von Scotch, im Idealfall Single Malt. Bei Bedarf auch noch irischer Whiskey. Bourbon, Rye und ähnliche Grausamkeiten sind eine andere Geschichte.

    So und was hat das ganze mit euch zu tun?

    whisky2 In meinem letzten Mail habe ich es ja schon versprochen, dass es diesmal etwas weniger sportlich wird. Und aus dem Thema meiner Einleitung lassen sich natürlich weitere Schlüsse ziehen, die Schlaueren unter euch ahnen daher schon, was wir diesmal vorhaben.

    GENAU!!!

    Wir schwimmen über den Wörthersee!

    Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir brechen zu neuen Ufern auf. Wir machen ein ausuferndes Abenteuer. Wir erreichen das rettende Ufer. Auch die, die vom anderen Ufer sind, dürfen mitkommen.

    fisch1Ok, das ist zwar nicht die versprochene „unsportliche“ Kuriosität, aber immerhin könnt ihr hier 2 Dinge lernen:

    1. Das Leben ist hart

    2. Man soll nicht alles glauben, was man liest. Schon gar nicht, wenn es jemand behauptet, der sich sein eigenes Kuriositätenkabinett hält. Höchst unseriös so ein Kerl.

    Für die Triathleten unter den Lesern ist das natürlich Pippifax. Ein Aufwärmübung am Montag Vormittag. Für uns Wochenend-Abenteurer ist es aber genau die richtige Challenge.

    fisch7 Eigentlich habe ich diesmal mit einer Teilnehmerzahl von genau 2 gerechnet (Laura und ich). Immerhin gehört Schwimmen kaum zu den typischen Beschäftigungen eines Österreichers.
    In Österreich hat Wasser eigentlich nur zwei Berechtigungen: Flüssiges Wasser nehmen wir zum Bier brauen und auf gefrorenem Wasser laufen wir Ski.
    In der Wachau und in der Südsteiermark nehmen sie ja sogar zum Zähneputzen einen trockenen Weisswein.

    fisch2 Aber informelle Hintergrundgespräche (ohne Whisky) haben doch schon 1-2 weitere mögliche Teilnehmer zutage gefördert. Vielleicht finden sich ja noch ein paar weitere wackere Teilnehmer, die den Sommer nicht ohne Herausforderung vorübergleiten lassen wollen.

    Also, hier kurz die Facts:

    Termin: Sonntag, 30.8.2009 . Am Vormittag.

    Ort: Der sogenannte „Eisenbahnerstrand“ in Krumpendorf (Genauer: Pritschitz) am Nordufer des Wörthersees. Der Ursprung dieses Namens wird auch den Nicht-Einheimischen dann vor Ort sofort klar.

    Ziel: Maria Wörth, an welchem See und an welchem Ufer das liegt, dürft ihr selber raten.

    fisch3 Strecke: Geschätzte 1,25 km in eine Richtung. Verwegene schwimmen hin und zurück. „Normalos“ nur eine Strecke und dann mit dem Beiboot zurück.

    Sicherheit: Ein Beiboot wird die Schwimmer begleiten, um vor verrückten Motorbooten und heimtückischen Krampfanfällen zu schützen.

    Dauer: Eine Strecke etwa eine Stunde, vielleicht auch kürzer oder auch länger.
    Jaja, ich weiß, damit werden wir keinen Geschwindigkeitsrekord aufstellen. Aber da wir wegen der Sicherheit „im Bulk“ schwimmen, wird das Tempo von den langsamsten Schwimmern bestimmt. Die Schnelleren müssen eben bei Langeweile im Kreis um die anderen herumschwimmen, wie es auch brave Hunde bei einer Schafsherde machen.

    fisch4 Warum nun diese Strecke?

    Natürlich könnte man den Wörthersee an beinahe jeder beliebigen Stelle überqueren. Darunter auch Stellen, an denen er nur ca. 400-500 Meter breit ist. Aber das wäre natürlich zu einfach.
    Ausserdem ist das der Strand, an dem wir normalerweise baden, wenn wir am Wörthersee verweilen. Und schon die englische Königin hat die Distanz für den modernen Marathon-Lauf so festgelegt, dass das Ziel genau vor Ihrem Balkon liegt.
    Also legen auch wir genau diese 1255 Meter als Standardmaß für eine zünftige Wörthersee Überquerung fest. (noch dazu mit einem alten Lineal am Monitor mit Google-Maps gemessen. Zur Genauigkeit dürft ihr euch also eure eigenen Gedanken machen!)

    Zur Einschätzung der Schwierigkeit:
    Ganz ohne Vorbereitung ist es zwar möglich es zu schaffen, wenn man von Haus aus ein guter Schwimmer ist. Ich empfehle aber dennoch einige Trainingseinheiten um ein unerwünschtes Absaufen zu verhindern. Im 25-Meter Becken sind es genau 50 Längen die man für eine Richtung schaffen sollte. Ich denke, daran kann man sich mit 4-5 mal Schwimmen gehen herantasten. Deshalb kommt diese Einladung auch schon einen Monat vorher, um genügend Zeit für konditionelle Vorbereitung zu lassen.
    Wer natürlich Schwimmen nur als Tätigkeit von Leberknödeln in der Suppe wahrnimmt, für den wird sich diese Kuriosität kaum eignen.

    fisch5 Ausrüstung:
    Badekleidung und Handtuch
    Sonnencreme!
    Eventuell Schwimm-Brille für blinde Maulwürfe wie mich, die ohne Kontaktlinsen ihre eigene Hand für ein Schnitzel halten.

    Vorbereitung:
    Magnesium-Tabletten gegen Krämpfe schon einige Tage vorher einnehmen!

    Kosten:
    Noch keine Ahnung. Wir werden entweder ein Tretboot oder Elektroboot als Beiboot brauchen, die Kosten müssen wir uns eben aufteilen. Ebenso Benzinkosten für die Fahrt hin und zurück. Sollte sich aber insgesamt in Grenzen halten.

    fisch6 Aufruf:
    Auch wer selbst nicht schwimmen will, hat eine Möglichkeit dabei zu sein:
    Wir brauchen DRINGEND 1-2 Freiwillige für das Beiboot, die die Schwimmer begleiten. Ohne Beiboot gibt es keinen Event, man darf sich also in dieser Rolle durchaus als „Mission critical“ betrachten. Weiterer Vorteil: Man begegnet keinen Ungeheuern.

    Also liebe Freunde, wer seinem Sommer den besonderen Kick geben will, der meldet sich wieder bei mir oder bei Laura an. Frühe Anmeldungen sind uns lieber als späte, damit wir wissen, was uns organisatorisch erwartet.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit
    Andreas
    (der jetzt endlich die Seeungeheuer wieder aus der Badewanne entfernen kann)

    P.S.: Natürlich wird es auch eine Flasche guten Scotch für alle Nicht-Autofahrer geben. Versprochen ist versprochen 😉

  • Paintball

    Datum: 28.6.2009

    Teilnehmer:
    Andreas
    Klemens
    Bojan
    Chrisu
    Jakob
    Florian
    Max
    Lukas

    Paintballa055-1024
    ================================
    Der Beamte kommt spät abends nach Hause und hat einen dicken, großen blauen Fleck mitten im Gesicht!
    Was sagt seine Ehefrau, als sie ihn sieht?

    “Na, mal wieder auf dem Stempelkissen eingeschlafen?”
    ================================

    So einfach haben wir es uns natürlich nicht gemacht. Unsere blauen Flecken sind echt.

    Bevor ich aber berichten kann, muss Zeit sein für etwas Political Correctness:

    ===========================================
    Peaceful Disclaimer (Vorsicht Langweilig!)
    ===========================================

    Paintball hat einen schlechten Ruf, das ist klar. Vor allen nachdem einige rechte Dumpfbacken und Schlechtmenschen ihre Wehrsportübungen als Paintball schönreden wollten, ist es klar in ein politisches Eck gerückt, wo es eigentlich nicht hingehört. Und aufeinander Schiessen ist sowieso böse.

    Zur Klarstellung möchte ich daher einige Worte verlieren:
    PeaceFoot 1. Ich bin überzeugter Grünwähler und habe mit „Rechts“ garantiert nichts am Hut.
    2. Aus bürokratischen Gründen wurde ich nie eingezogen, war aber prinzipiell zum Zivildienst gemeldet und würde aus Überzeugung niemals zum Heer gehen.
    3. Ego-Shooter am Computer finde ich stumpfsinnig und sinnlos.
    4. Paintball macht trotzdem Spass.

    Ich gehe sogar noch weiter: Ich finde Paintball ist ein wichtiger Beitrag zur Friedenserziehung.
    Absurd? OK, ich lege Argumente nach:
    Irgendwie leiden wir ja alle an der Illusion der relativen Unsterblichkeit. Wir wissen zwar intellektuell, dass das nicht so ist, aber wir gehen ständig davon aus, dass es uns schon nicht erwischen wird. Die Autounfälle passieren ja auch nur den bruce-willisanderen.  „Mir wird schon nichts passieren!“
    Verstärkt wird das natürlich noch durch den Hollywood-Effekt: Der Held stirbt nie. Und wer ist der Held? Natürlich wir selbst.
    Und Geschichten vom Krieg haben wir natürlich auch nur von denen persönlich gehört, die den Wahnsinn überlebt haben.
    Und dieses Sammelsurium an Effekten ist die einzige Möglichkeit für Soldaten in den Krieg zu ziehen. „Mir passiert schon nichts“.

    Und mit dieser gefährlichen Illusion macht Paintball radikal Schluss. Tatsache ist: Du wirst getroffen und es tut weh. Und du bist verdammt froh, dass es nur eine Farbkugel ist. Nicht dein Nachbar wird getroffen (OK, der auch) sondern du selbst. Soeben kniest du noch im Gras und jetzt bist du raus. Zum Glück nur für ein Spiel und nicht für immer. Ganz konkret bist du es selbst, dem das passiert. Der Held. Ein tragischer in diesem Fall.
    DSC_1061-1024 Und daher behaupte ich: Jeder, dessen IQ den durchschnittlichen IQ eines ostafrikanischen Ochsenfrosches übersteigt wird danach nicht mehr in einen Krieg ziehen, sondern jede erdenkliche Möglichkeit nutzen, dem zu entkommen.

    Weil er weiss, dass es ihn tatsächlich leicht selbst erwischen kann. Weil er weiss, dass es verdammt schnell gehen kann.
    Und das ist auch der große Unterschied zu Ego-Shootern: Paintball tut ganz konkret weh.

    So, das könnt ihr mir jetzt abnehmen oder nicht. Ich bin überzeugt davon.

    ====================================

    OK, zurück zum Thema:

    Paintball049-1024Was treibt Menschen, die man frei nach Douglas Adams wohl als „mostly harmless“ beschreiben könnte, dazu, sich gegenseitig Farbkugeln auf den Pelz zu knallen? Ich meine, dass tut verdammt weh. Mein größter blauer Fleck hat immerhin fast 5 cm Durchmesser und schillert in Farben, die sich irgendwie aus Aua-Blau, Weh-Grün und VerdammtNochMal-JetztBinIchWieder-DranGestossen-Gelb zusammensetzen.
    Vernunft als primäre Motivation können wir also ausschließen.

    Tatsache ist: es macht einfach Spass. Mittlerweile hat es sich ja herumgesprochen, dass Männer im Grunde nicht erwachsen werden. Und das ist gut so.
    Also spielen wir auch mit 30 oder 40 immer noch Räuber und Gendarm und bauen Baumhäuser. Immerhin warten wir nicht mehr darauf, dass uns Mama danach einen Kakao macht. Was will man mehr erwarten?

    Paintball040-1024So rennt man also wie ein Verrückter durch die Landschaft und schmeißt sich hinter die nächste Deckung. Erst mal Luft holen. Die Farbkugeln zischen rundherum ins Gras und poppen auf das Holz. Der Kopf bleibt also vorerst einmal unten, bunte Haare schauen ab einem gewissen Alter nur noch peinlich aus.
    Dann ein vorsichtiger Blick aus der Deckung heraus. Wenn man Glück hat, wird man nicht gleich gesehen. Wenn man kein Glück hat, kann man seine Maske putzen gehen.

    DSC_8480 Die Luft scheint rein zu sein, also besteht die Chance ein paar Meter gut zu machen und zur nächsten Deckung zu rennen.
    OK, ein Spieler der gegnerischen Mannschaft ist in Sicht, also gilt es rasch ein paar Farbkugeln loszuwerden. Schnell sind 10 Kugeln rausgejagt, die wirkungslos rund um den Spieler verpuffen. Genauigkeit ist nicht die Stärke der Markierer. Besser Zielen wäre aber natürlich auch von Vorteil, aber dann müsste man weiter aus der Deckung raus.
    Jetzt passt es endlich. Treffer. Der Gegner hebt die Hand, um zu zeigen, dass er raus ist.

    Zufriedenheit.

    Paintball037-1024AUA, da prasseln schon die Kugeln auf dir ein, zwei Gegner haben dich gleichzeitig ins Feuer genommen und treffen auch. Zu weit vorgewagt.
    Hand hoch, damit sie das Feuer einstellen. Ist schon gut, ich bin eh schon weg.

    Das ganze ist natürlich, so wie vieles das Spass macht, hochgradig sinnlos. Aber wenn ich scharf nachdenke, dann stimmt das für alle Aktivitäten, die wir bisher im Kuriositätenkabinett gemacht haben. Also passt es.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit,
    Andreas

    Einige haben es ja schon herausgefunden: Wenn man auf die Bilder klickt, sieht man eine größere Version 🙂

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  • Hochseilgarten Gröbming

    Datum: 6.6.2009

    Teilnehmer:
    Laura, Andreas
    Silvia, Christof
    Ulli, Susi
    Bojan, Artur, Michi

    Leider ausgefallen:
    Simon, Ito, Angelika

    049-1024
    Hochseilgarten 028-1024Im Zoo sprach der Affe:
    „Ich lieb die Giraffe:
    Doch sie ist sehr groß,
    wie küss‘ ich sie bloß?
    mal sehen ob ich das schaffe.“

    Obwohl den Affen im Limerick schon ein Anflug von Höhenangst zu beinträchtigen droht, müssen wir entwicklungsgeschichtlich natürlich davon ausgehen, dass Affen noch keine Höhenangst hatten.
    Das wäre wohl irgendwie wie ein Fisch mit Angst vor Wasser.
    Irgendwann im Laufe der Evolution muss sich diese Eigenschaft wohl erst ausgebildet haben.  Aus dieser Perspektive sind Leute mit Höhenangst vielleicht ein weiter-entwickeltes Modell. Komisch, dass man sich nicht so fühlt.

    Gerührt – nicht geschüttelt, so bestellt James Bond seinen Martini. Interessant und tröstlich ist es, dass der wohl beste James Bond-Darsteller Roger Moore sich in seiner Autobiographie ebenfalls zur Höhenangst bekennt.
    „Ein Valium und ein großes Glas Bier halfen mir, meine Angst zu überwinden“, so beschreibt er die Dreharbeiten. Damit hat er immerhin siebenmal die Welt gerettet. Das macht schon mehr Mut.

    skywalker

    Vielleicht kennt Ihr ja auch zufällig das Buch „Flächenland“ von Edwin A. Abbott.
    Es handelt von einem Quadrat, das im 2 dimensionalen  Flächenland, einer Ebene lebt, in dem es kein oben oder unten gibt. Die Einwohner können nicht einmal daran denken.
    Eines Tages trifft es einen Kreis, der ständig seine Größe ändert. Es handelt sich jedoch um einen Besuch einer Kugel aus „Raumland“, die eben im Schnitt mit der 2D-Ebene einen Kreis ergibt.
    Das Quadrat versteht natürlich diese Welt nicht und wird daraufhin von der Kugel nach Raumland entführt, wo es einzigartige Erkenntnisse über diese Welt gewinnt. Lustig zu lesen sehr lehrreich.

    Genauso geht es natürlich uns, die wir uns nur in der Ebene fortbewegen. Wir sind zwar keine Flächenländler aber dennoch haben wir für die Höhe nur ein sehr eingeschränktes Verständnis.

    Und aus diesem Grund  machten auch wir uns auf den Weg nach Gröbming um im größten Hochseilgarten Österreichs zu Raumländlern zu werden.

    006-1024 Das mit der Höhenangst ist im Prinzip ganz einfach. Wichtig ist die richtige Fokussierung:
    Wenn man nur auf das Seil fokussiert, ist der Hintergrund rein abstrakt und man muss sich vor der Höhe nicht mehr fürchten.

    Das funktioniert auch ganz gut, bis plötzlich  irgend jemand unter einem durchgeht und es einem bewusst wird, das man nicht über eine Bodentapete spaziert. Dann bricht die Illusion zusammen und man wünscht sich an einen andern Ort.

    So wird man dann schnell zum „Tree Hugger“, der seine unbändige Liebe zu Bäumen entdeckt und ganz schnell einen Baum umarmen muss. Das gibt einem dann wieder die notwendige Sicherheit.

    Bis dann ein Windstoß durch den Wald weht, der die Bäume leicht hin und her bewegt. Ein sanftes Schaukeln, das eigentlich beruhigend sein könnte. Aber nicht auf 10 Meter Höhe, da nimmt es einem Flachländler den Atem.

    080-1024 Die gute Nachricht: Man gewöhnt sich mit der Zeit tatsächlich an die Höhe. Was einem am Anfang den Atem stocken lässt, entlockt am Ende nur noch ein müdes Lächeln.

    Alle Teilnehmer haben es geschafft, weit über ihre bisherigen Grenzen zu gehen. Keiner musste sich retten lassen. (Was während unserer Anwesenheit einigen Anderen passiert ist).

    Und Höhenangst hin oder her: Wir haben nicht gekniffen!  Wir haben nicht aufgegeben! Wir haben nicht den Schwanz eingezogen! Wir haben nicht w.o. gegeben! Wir haben nicht das Handtuch geworfen! Wir haben nicht …
    Auch wenn es manchmal verlockend war. Und das ist das was zählt.

    In diesem Sinne können wir alle stolz auf uns sein. Der Ausflug hat sich ausgezahlt. Und trotz der ganzen Höhenangst: Es hat wirklich allen verdammt viel Spaß gemacht. Adrenalin ist ein guter Freund.

    Daher gibt es von uns für dieses Abenteuer verdiente 5 von 5 Empfehlungs-punkten.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit,
    Andreas

    So nach dem sinnlosen Gequatsche habt ihr euch die Bilder verdient:

    007-1024Nach der Einschulung wagen wir die ersten Schritte auf unterschiedlichen Wegen. Hier wagt sich Ulli auf den blauen Parcours.
    In einem Anflug von Größenwahn haben wir den grünen und den gelben Parcours gleich über-sprungen. Muss wohl an der dünnen Luft liegen.
    010-1024Sieht ja noch relativ elegant aus…
    011-1024 Das schon weniger!

    Gerade mal 4-5 Meter Höhe und meine Gelassenheit ist beim Teufel. Zum Glück sieht man auf den Fotos das Händezittern nicht 🙂
    Aber dazu sind wir ja hergekommen. Um über die eigenen Grenzen zu gehen.
    Komisch dass meine Grenze scheinbar schon 30 cm über dem Boden beginnt!

    012-1024Laura hingegen macht die Höhe gar nichts aus. Vielleicht baut sie in Zukunft auch einmal Wolkenkratzer, wenn sich die Schulbücher nicht mehr verkaufen…
    016-1024Auch Bojan bleibt cool. Den Mann bringt sowieso nichts aus der Ruhe. Vielleicht sollten wir einmal einen Preis ausschreiben für den, der Bojan so richtig auf die Palme bringt.

    (Ihn auf die Fichten zu bringen haben wir ja hiermit offiziell geschafft, das gilt aber nicht.)

    025-1024 Silvia verbeugt sich demütig vor dem Baum. Das ist die richtige Einstellung.
    Immerhin sind wir hier nur Gäste im Reich der Riesen.
    311-1024 Michi hat zuerst einmal alle Flying Fox Parcours erledigt, deshalb gibt es nur wenige Fotos von ihm.

    Ich habe ihn ein paar mal hoch über mir dahinfliegen sehen, da wäre mir fast schlecht geworden.

    bodybuilder Das sollte eigentlich ein Foto von Artur sein. Irgendwie war er immer antizyklisch zu allen Fotoapparaten unterwegs und deshalb gibt es nur das Jausenbild von ihm.
    Den roten Parcours haben wir zwar gemeinsam gemacht, aber da hatte ich solche Angst, dass ich die Kamera nicht aus der Tasche holen konnte. Sorry Artur, aber mein Leben war mir wichtiger!

    Wegen der verblüffenden Ähnlichkeit habe ich dieses Bild genommen.

    Hallo? Ist der Typ echt? Wie geht das?
    Und ich dachte, wir machen kuriose Sachen…

    Hochseilgarten 036-1024 So geht’s natürlich auch. Susi zeigt, dass sie bereit ist für größere Heraus-forderungen.
    335-1024 Auch Christof wagt sich zum blauen Parcours. Obwohl ich ihn vorher hinterhältig zum grünen Parcours gesendet habe. Aber der Kerl läßt sich natürlich nicht dauerhaft hineinlegen.
    Dabei habe ich es doch nur gut mit ihm gemeint.  Wer nicht hören will, muss zittern…
    303-1024 Die „Röhre“, unter Kennern auch als der „Todestunnel“ bekannt. Sieht harmlos aus, hat es aber ordentlich in sich.
    Wer von einer Röhre zur nächsten will, sieht direkt in den Abgrund, das ist genau das, was man normaler-weise vermeiden will.
    094-1024 Ulli kurz vor dem „Sprung“, der mit Fliegen allerdings nichts zu tun hat.
    Wir Flächenländler machen das so: Zitternd hinübergreifen und sich am Holz so fest es geht festklammern.  Dann den ganzen Körper nachziehen, sodass er möglichst wenig das Holz verläßt.
    Diese Technik garantiert natürlich, dass sich die Seilrolle sicher in der nächsten Röhre verfängt. Dann hängt man zwischen den Röhren und kommt nicht weiter. Also zitternd zurückrobben und den Hintern beim Vorrobben elegant hochstrecken.
    Sieht unelegant aus ist aber dafür verdammt anstrengend. Und man kann nachher stolz seine blauen Flecken vorzeigen.
    091-1024 Bojan macht das mit anderer Technik so schnell, dass die Kamera es kaum einfangen kann.
    076-1024 Immer brav zuerst den einen Karabiner umhängen, dann erst den anderen.
    Wer 2 Karabiner in der Hand hat, hat einen Fehler gemacht, hat allerdings dann vielleicht nicht viel Zeit den Fehler auch zu bemerken. Oder SEHR viel Zeit, je nachdem wie man es betrachtet.
    Hochseilgarten 021-1024 Vertrauenswürdige Technik. Solange man nicht irrtümlich hinunter schaut.
    323-1024Christof am Flying Fox, kurz bevor er seinen berühmten Brüllaffenschrei loßläßt.
    Hier wäre sicherlich der halbe Park zusammen-gelaufen, wenn nicht alle mit 2 Karabinern in den Seilen hängen würden.
    Ein Team von 3 Hominidenforschern ist seither in den Wäldern Gröbmings unterwegs um das seltene Tier zu suchen.
    Hochseilgarten 015-1024 Silvia ist offensichtlich happy.
    044-1024 Verdiente Pause. Das Lachen der Teilnehmer ist absolut echt.
    Beim Versuch das Foto zu machen, hätte es mich beinahe auf ebener Ebene umgehauen. Eine Wurzel war im Weg.
    So lernt man die Vorzüge der doppelten Sicherung erst recht schätzen!

    Selbst auf diesem Foto ist Artur hinten links kaum zu erkennen. Aber ich schwöre einen heiligen Eid: Er war tatsächlich dabei!

    Der schwarze Parcours:
    026-1024 Die ultimative Herausforderung ist natürlich der schwarze Parcours. Sowohl wegen der Höhe, als auch wegen notwendiger Klettertechnik und Ausdauer.
    Ein typisches Thema für richtige Männer eben.

    An dieser Stelle muss einmal die noble Zurückhaltung und Unauftringlichkeit der teil-nehmenden Männer gelobt werden. Richtige Gentlemen drängen sich nicht vor sondern überlassen den Damen den Vortritt.
    Daran haben wir uns konsequent gehalten.

    So ist es dann nicht verwunderlich, dass es Laura als erste auf die Startplattform zum schwarzen Parcours zieht.

    029-1024 Bojan ist der nächste, der den Aufstieg wagt.

    Was wir hier nicht sehen: Das ist schon der höchste Punkt den er erreicht. In 20 Sekunden ist er wieder auf sicherem Boden. Aber er hat es wenigstens versucht. Nur noch Susi wird den Austieg wagen, der Rest der Truppe verweigert.

    033-1024 So sind es dann nur Laura und Susi, die die härteste Herausforderung des Tages wagen. Zur Ehrenrettung der ganzen Gruppe.

    Das Gemeine an diesem Parcours: Die erste Station ist ein Flying Fox, es gibt also kein zurück mehr.  Wer startet, muss den ganzen Parcours bewältigen, oder sich retten lassen.

    Hier segelt Laura mutig in eine ungewisse Zukunft.

    035-1024 Laura im „Stefan Raab“-Gedenknetz.
    Aus so einem Netz sind bei „Schlag den Raab“ beide Kandidaten wie reife Äpfel herabgeplumpst und nicht wieder rauf gekommen.
    Laura und Susi bewältigen das Hindernis.

    037-1024

    041-1024 Dass Laura hier zwischen den Bäumen schwebt ist fast nicht zu erkennen.

    Dennoch bitte die grüne Plattform ÜBER dem Parcours merken!

    103-1024 Die „Kübel“, die wahrscheinlich schwierigste Station am schwarzen Parcours. Laut Laura und Susi am besten mit kleinen Sprüngen zwischen den Kübeln zu bewältigen.

    Irre was?
    Ich will mir gar nicht vorstellen, wie sie das meinen.

    Flying Fox:
    052-1024 Ulli auf der Flying Fox-Tour. Der ganze Parcours besteht nur aus Flying-Fox Strecken. Anhängen, losspringen und ab geht die Fahrt.
    053-1024 Susi mit ihrer einzigartigen Rückwärts-Technik. Egal wie lang die Strecke ist, am Ende kommt sie immer rückwärts an.
    Hat vielleicht irgendetwas mit der Coriolis-Kraft zu tun. Auf der Südhalbkugel würde sie sich wahrscheinlich in die andere Richtung drehen.
    Hochseilgarten 032 OK, das macht sogar mir richtig Spaß!
    102-1024 Die Flying Fox-Tour durch haben wir alle gemacht, egal wieviel Höhenangst durch die Adern strömte.
    Der Einstieg in den Parcours hat auch ganz harmlos ausgesehen.

    Was wir nicht gewusst haben: Auf diesem Parcours erreichen wir den höchsten Punkt des ganzen Parks:
    18 Meter!
    Noch über dem schwarzen Parcours, der hier am Baum weiter unten entlang geht.

    Hallo!
    Da oben waren wir!
    Wenn ich mir das jetzt anschaue, wird mir im Nachhinein noch ganz schwummrig.

    Gratulation an alle Teilnehmer! We did it!

    Alle Fotos: Silvia, Ulli, Andreas
  • St. Sushi und Kirschblütenfest

    Termin: 19. April 2009

    Teilnehmer:P1000493-1024
    Laura, Andreas, Julia, Matthias, Martina
    Silvia,Christof
    Sonni, Horst
    Renate, Irmfried
    Irmi, Klemens, Jakob
    Gundi, Edmund, Philipp
    Ulli, Ito, Simon
    Irene, Moritz
    Bojan
    Hannes

    Nachdem wir zur Höhlentour mit Mühe 7 Teilnehmer zusammengekratzt hatten, hat uns der Zuspruch zu St.Sushi doch einigermassen überrascht. Praktisch innerhalb von Minuten kamen die ersten Anmeldungen. Über die Ursache dieser verhaltenstechnischen Abweichung möge jeder selbst spekulieren.

    Damit das Setting dieses Ereignisses für spätere Nachleser skizziert ist, folgen zur Protokollierung noch einmal kurz Auszüge aus der ursprünglichen Email-Einladung.
    Wer diese schon gelesen hat kann gerne bis zur Zierleiste mit den Sternen weiterscrollen (habe ich selbst gemalt)
    Gilt natürlich für alle außer Ito 😉

    ***************************************
    [Original Email Beginn]

    Der Zufall hat uns ein gar wundersames Büchlein zugetragen: „St. Sushi“, ein grandioses Amalgam aus Kochbuch und literarischem Kabarett von Kuebel und Rusz. Das „St.“ des Titels steht hier keineswegs für heilige Sushi sondern für „Steirische“ Sushi. Wahrscheinlich ist die Idee dafür nach einer Überdosis Schilcher um halb drei Uhr morgens entstanden, so wie viele revolutionäre Dinge. Vielleicht hat es der Autor gar nicht ernst gemeint. Aber dann hat er es einfach ausprobiert und war begeistert.
    Wen das Original interessiert:
    http://www.amazon.de/St-Sushi-steirisches-Norbert-Rusz/dp/3852528445/

    Jawohl,diese unerwartete Kombination aus Tokio und Kapfenberg, Osaka und Graz wollen wir ausprobieren und neue kulinarische Dimensionen erobern.
    Gerne würde ich schreiben „Dimensionen, die nie ein  Gaumen zuvor gesehen hat“. Aber das ist durch die Vorlage des Buches offensichtlich unwahr. Aber ich denke doch, dass hier alle Teilnehmer etwas Neues erleben können.

    Was können wir uns also unter St.Sushi vorstellen?

    Anstelle des Nori-Blattes treten Weinblätter [Kouchts Weinbladl], und Krautblätter  [Dämpfts Kraudbladl]. Polenta [Göba Schteaz], Heidensterz [HoanSchteaz] und Erdäpfelsterz [EadöpfnSchteaz] ersetzen den Reis.

    Thematische Geschmacksträger sind Nußn, Zweytschgn, Kiawis, Kiawiskean, Zwüfl, Lax-Foröhn, Schdah-Büds,  Ruabm, Eabsn, Gsöchts und ähnliche ursteirische Zutaten.

    Keanöll, Schücha, Kreynwuazn und Knoufl runden geschmacklich ab.
    Und daraus schaffen wir dann Erdäpfel-Maki, Schwammerl-Maki, Polenta-Maki und Schinken-Maki. Erdäpfel-Nigiri mit Eierschwammerl. Sulz-Maki, wenn sich ein Freiwilliger dafür findet. Und natürlich Blunzn-Maki (Blutwurst), im Glossar auch unter „Diätfehler“ aufgeführt und nicht umsonst liebevoll „Heavy maki“ genannt.
    Und beliebige andere Kombinationen, je nach Phantasie und Vorliebe der Teilnehmer.
    Klingt absurd? Soll es auch! Schmeckt gut?  Das wird sich weisen. Aber geht es darum überhaupt?

    Und weil es thematisch so schön passt, kombinieren wir das ganze mit einem „Kirschblütenfest“, wie es ebenfalls in Japan im Frühling gefeiert wird.
    Was ist das jetzt wieder?
    Wie der Name schon sagt, wird das Kirschblütenfest zur Zeit der Kirschblüte (daher ohne fixen Termin) gefeiert. Scharenweise ziehen dann die Japaner zu irgendwelchen Kirschbäumen um dann in einer Art Picknick den Tag zu genießen und vor allem auch eine Menge Sake zu vernichten. Wie immer weiterführende Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschbl%C3%BCte
    Das wollen wir ebenfalls zelebrieren. Wir genießen dann eben unter dem nächstliegenden Kirschbaum die selbstgemachten St.Sushi, trinken Sake und Pflaumenwein und rezitieren Haikus.
    Unvergesslich und wahrscheinlich unschlagbar ist das damals von Hannes selbst
    erfundene Haiku, das ich tatsächlich noch auswendig kann:
    Reiswaffel im Herbst.
    Krack, Krack.
    Wohlgeschmack
    Hier wird das Ziel des Haiku-Moments wohl perfekt erreicht. Das ist jener Moment am Ende des 3.Verses, in dem der Leser, vorbereitet durch die ersten beiden Zeilen, blitzartig in die Wirklichkeit geführt wird.
    Interessierte lesen hier weiter: http://www.haiku-plus.de/haiku.html

    [Ende des Einladungsemails]
    ***************************************
    ***************************************

    Und so geschah es.

    Im grossen und ganzen möchte ich diesmal die Fotos den Bericht gestalten lassen. Nur kurz zusammengefasst: St. Sushi sind empfehlenswert. Vielleicht schafft es nicht jede Kombination zur Aufnahme in den Kanon der steirischen Spezialitäten, aber so manches hat ein Nachkochen doch verdient.

    P1000499-1024 Erfolgreiche Rezepte sind für uns jetzt dennoch schwer darstellbar. Zu kreativ waren die Schaffensprozessse der Teilnehmer und zu schwer zuordenbar waren am Ende einzelne Geschmackserlebnisse den einzelnen Köchen.

    Und die hatten am Ende oft sowieso keine Ahnung mehr was sie alles zusammengestellt haben.

    DSC_0473-1024 Aber einige Grundrichtungen ließen sich doch erkennen:
    Als Grundmasse waren Erdäpfelsterz und Polenta dem Heidensterz weit überlegen.

    Als Maki-Umhüllung waren die eingelegten Weinblätter etwas sauer, das Kraut hat sich da schon besser bewährt.

    Überraschend gelungen war das Experiment der selbstgepressten Krautblätter, die auch geschmacklich sehr gut passen. Diese sollte man unbedingt probieren, wenn es natürlich etwas mehr Aufwand bedeutet.

    Als thematische Geschmacksträger haben sich die eher intensiveren Zutaten wie Speck, Rohschinken und natürlich die Blunzn sehr gut bewährt. Aber auch Radieschen und gekochtes Rindfleisch waren erfolgreiche Zutaten.

    P1000531-1024Insgesamt lebt aber natürlich bei diesem Ereignis der Genuss auch vom Event. Wir kennen das ja vom einfachen italienischen Hauswein, der in Italien zur Pasta im Urlaub ein Hochgenuss ist. Die voller Begeisterung mitgenommenen Flaschen können zu Hause diese Leistung nicht mehr ganz ausspielen.

    Den St.Sushi ergeht es ähnlich. Gemeinsam hergestellt, als Belohnung nach dem kreativen Schaffensprozess sind sie in sich stimmig und gut.
    Am nächsten Tag konnten die übriggebliebenen Kreationen nicht mehr voll überzeugen. Natürlich liegt es aber auch daran, dass die besten Stücke dann schon weg sind.

    Die Vorbereitung:
    DSC_0355-1024 DSC_0368-1024
    DSC_0369-1024 Die Herstellung der gepressten Krautblätter als Nori-Ersatz. Für die Massenproduktion in dieser Form nur bedingt geeignet.
    Die Zutaten in farbenfroher Vielfalt. DSC_0420-1024
    DSC_0396-1024 P1000578-1024
    DSC_0374-1024 Martina hilft beim Erdäpfel-Sterz

    Polenta und Erdäpfel-Sterz statt Reis.

    P1000575-1024 P1000574-1024
    DSC_0376-1024 Nach dem Anbraten der 5. Pfanne Erdäpfel-Sterz  ist erst auf dem 3. Foto ein zweifelndes Lächeln zu erkennen. Natürlich wird nur dieses hier veröffentlicht.
    Die anderen 2 Fotos wurden zu einem guten Preis an einen Hersteller von Krampus-Masken verkauft.
    Das Tun:
    P1000464-1024 Ratlosigkeit über diese neue Aufgabe breitet sich aus.

    Was will der Kerl eigentlich von uns?
    Was tun wir hier, wozu tun wir uns das eigentlich an?
    Wo gibt’s die nächsten Wiener Schnitzel?

    Existentielle Fragen überfallen die Teilnehmer.

    Durch diese Phase des Zweifels muss jeder Teilnehmer durch. Aber bald schon zeigen sich die ersten Erfolge.

    DSC_0454-1024 Simon hat auch keine Ahnung was hier los ist.  Aber für ihn ist das Gefühl wenigstens noch gewohnter als für uns.
    P1000554-1024 Lesung von Laura aus dem ersten Brief des Kuebel an die Wahnsinnigen.

    Verzweifelt nicht!

    Die Botschaft wird gehört und frohe Gewissheit erfüllt alle Teilnehmer. Es kann gelingen!

    Laura geht mit gutem Beispiel voran und produziert gleich einmal ein geniales St. Sashimi.
    Unter Kennern als „Das Ohrenschwein“ zur Berühmtheit gekommen.

    Jetzt ist der Bann gebrochen, die Kreativität lässt sich nicht mehr länger unterdrücken.

    DSC_0399-1024
    DSC_0428-1024 Irmi hat als erstes einen ganzen Teller St. Maki fertig. Rekord!
    DSC_0491-1024 Christof ziert sich noch. Soll ich wirklich?

    Seine spätere Höchstform ist hier nur ansatzweise erkennbar.

    Silvia und Bojan haben weniger Hemmungen und sind schon eifrig beim Produzieren:
    DSC_0421-1024 DSC_0422-1024
    18_04_09 059-1024 Ulli ist schon ganz auf Steiermark eingestellt.
    DSC_0423-1024 Sonni ist von den Ananas für süß-saure St. Sushi angetan.
    18_04_09 041-1024 Auf der Suche nach den gepressten Krautblättern.  Da müssen sie doch irgendwo sein, ich weiß dass ich sie reingetan habe.
    Gefunden! Ein kleines Stück Grün.
    Simplen Gemütern wie mir, reicht das
    schon zum Glücklichsein.
    DSC_0405-1024

    18_04_09 076-1024 DSC_0418-1024

    Man könnte die Pressung auch an die Wand hängen. Würde aber geruchlich nicht sehr überzeugen.
    Alles in allem ist das Experiment überraschend gut gelungen. Schmeckt auch.

    Kurze Fotostrecke mit BlaBla nur nach Bedarf:
    DSC_0425-1024
    DSC_0435-1024 Perfekte Rolltechnik für St. Maki
    DSC_0431-1024
    DSC_0441-1024 Die schier unendlichen Kombinations-möglichkeiten der Zutaten verleiten manche Teilnehmer zu Ausschweifungen.

    Frankfurter im St. Maki.
    Ich bin mir sicher, dass das eine Weltpremiere ist.

    DSC_0439-1024 Horst entdeckt die Vorzüge der Speckwürfel. Dafür gibt es als Auszeichnung das „St. Sushi am Kohlband“
    DSC_0451-1024 Renate und Irmfried wagen den kontinentalen Crossover: St. Sushi mit original japanischen Nori-Blättern.
    DSC_0444-1024 Wie lange die Ausbildung zum Sushi Meister in Japan dauert ist uns unbekannt. Verschiedene Quellen sprechen von 5-15 Jahren. Und in den ersten 5 Jahren lernen sie nur richtig Reis zu kochen und das Messer zu halten.
    Hier sehen wir die Rolltechnik eines angehenden St.Sushi-Meisters im 8. Lehrjahr.
    DSC_0437-1024 Christof hält Silvia die Daumen. Es kann auch sein, dass er gegen sich selbst Schere,Stein,Papier spielt.
    Kurios, so wie wir es mögen.
    Irene verteidigt Ihre Zutaten mit dem Messer gegen einen hinterhältigen Raubzug von Bojan. Jetzt hat alle der Ehrgeiz zur Erzeugung der besten St. Sushi gepackt. DSC_0461-1024
    DSC_0432-1024 DSC_0457-1024
    DSC_0455-1024 DSC_0462-1024
    DSC_0427-1024 Die Dokumentation ist essentiell. Sonst glaubt einem das ja wieder einmal keiner.

    Dazu ein passendes Haiku des späteren Kirschblütenfestes:

    Besondere Momente
    strahlende Gesichter
    Akku aus
    (Laura)

    DSC_0442-1024 DSC_0463-1024
    DSC_0464-1024 Die Katze ist sauer.
    Sie wurde auf den Balkon verbannt.

    Dazu wieder ein passendes Haiku:

    Die Katze auf Jagd
    Hoch konzentriert
    fällt sie vom Tisch
    (Andreas)

    P1000476-1024 DSC_0449-1024
    Blunzn-Maki  – The Making of

    Dieser Diätfehler ist mittlerweise legendär.

    P1000551-1024 Blunzn-Maki im 2. Stadium
    P1000565-1024 Die fertigen Blunzn-Maki
    DSC_0460-1024 Ohne Worte
    Jakob sinniert über den Sinn des Seins.
    Die transzendentale Kraft des St.Sushi darf nicht unterschätzt werden.
    DSC_0466-1024
    DSC_0468-1024 Das unbeschreibliche Pizza-Maki von Klemens.
    Trotz anfänglicher Skepsis im Ergebnis der Beweis, dass zwischen Gourmet und Gourmand kein Widerspruch bestehen muss.
    DSC_0471-1024 Das Pizza-Maki im gerollten Zustand.
    Pure Kraft und Energie. Die blauen Pillen können ab sofort einpacken.
    Die Steiermark bleibt anders.
    Die Vorfreude auf die fertigen St.Sushi steigt weiter. DSC_0480-1024
    P1000483-1024 Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit auf einen Gedanken bestimmt.

    Mit St.Sushi scheinbar problemlos zu erreichen.

    Sonst noch Fragen?

    DSC_0459-1024 Christof hat sich doch entschieden aktiv in das Geschehen einzugreifen.
    Alles wird gut.
    DSC_0492-1024 Ito bereitet sich bereits auf den Genuss vor und setzt sich in Pole Position.
    DSC_0474-1024 Angriff der Killer-Sashimi.
    Sie sehen harmlos aus, aber wehe man dreht Ihnen den Rücken zu.
    Wer „Angriff der Raketenwürmer“ gesehen hat, weiss was ich meine.
    DSC_0489-1024 Der Kerl ist schon viel sympathischer. Nach aussen wehrhaft, aber im Inneren ein gutmütiger Kerl.
    DSC_0493-1024 Der Mann mit dem Hut.
    Es ist eben verdammt hart der Beste zu sein.
    DSC_0494-1024 Dampfschiff-St.Sashimi.
    DSC_0495-1024 Das Bio-Monster.
    Hält sich vorwiegend in Steinbrüchen auf und attackiert wehrlose Bauarbeiter.
    DSC_0496-1024 Am gefährlichsten sind sie, wenn Sie sich zusammenrotten.
    Das wissen die wenigsten, aber der Einsturz der Reichsbrücke in Wien war auf einen konzertierten Angriff der provinziellen St.Sushi zurückzuführen. Diese Tatsache wurde natürlich vom Geheimdienst geheimgehalten.
    DSC_0498-1024 Ein Rindfleisch St.Sashimi tarnt sich als Stabheuschrecke. Nur so konnten sich die St.Sushi bisher erfolgreich gegen ihre Entdeckung wehren.
    P1000536-1024 Ein seltenes Exemplar der Maus St-Sashimi.
    Erste dokumentierte Sichtung in freier Wildbahn seit 1913.
    P1000537-1024 Am linken Rand ein Raumschiff St.Sashimi.
    Sie sind technologisch weiter entwickelt als bisher angenommen wurde.
    Mittlerweile wird von ernstzunehmenden Ägyptologen auch angenommen, dass sie die Pyramiden erbaut haben.
    Entgegen früheren Hypothesen wurde allerdings die chinesische Mauer definitiv nicht als Abwehr gegen St.Sushi gebaut.
    DSC_0497-1024 Auch die Erfindung des Rades wird mittlerweile den St.Sushi zugeschrieben.
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    DSC_0502-1024 Die gesammelten Werke. Wir waren tatsächlich fleissig.

    Jetzt wird es spannend: Schmeckt das Zeugs auch oder wird es Zeit für den Pizza-Notruf?

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    ENDLICH!
    ESSEN!

    Wir haben uns die Vernichtung der St.Sushi redlich verdient. Nicht jede Kombination der Zutaten hat sich bewährt aber einige Kreationen setzen sich durch.
    Am schnellsten weg: Blunzn-Maki und die kraftstrotzenden Pizza-Maki von Klemens.

    Dazu fliessen Ströme von Sake, Pflaumenwein und steirischem Bier.

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    P1000583-1024 Haben St.Sushi doch eine psychedelische Wirkung oder ist es der Sake?
    Irgendwie erscheint alles unscharf.
    DSC_0532-1024 Das ganze ist ja gleichzeitig ein Kirschblütenfest, dabei hat uns die Natur aber nicht so recht unterstützt. Erstens sind die Kirschblüten vor einer Woche abgeblüht und zweitens regnet es.
    Wir beschliessen das Kirschblütenfest in die Wohnung zu verlegen und ernennen den Fernseher zum „Kirschbaum honoris causa“ (ehrenhalber)
    DSC_0533-1024 Später wird auch noch eine Apfelblüte eingeschmuggelt und ebenfalls zum „Kirschbaum h.c.“ befördert.

    Vom Zeitpunkt passt jetzt ausnahmsweise auch ein Haiku:
    Kirschen blühen
    Ameisen wimmeln im Gras
    Alle sind da
    (Horst)

    DSC_0531-1024 Die Kirschblüten kommen vom Laptop. Wir lassen und die gute Laune vom Wetter sicher nicht verderben.
    Mittlerweile ist der Sake sowieso schon leer und einigen fällt der Unterschied gar nicht mehr auf.
    Zum Abschluss noch 2 Zahnarzt-Haikus, ich hatte in letzter Zeit viel Zeit über dieses Thema zu sinnieren:

    Das Vollkornbrot
    herrlich, die Krone
    zerbröselt im Mund
    (Andreas)

    Am Rücken liegen
    Die Augen zu
    Oje sagt der Zahnarzt
    (Andreas)

    Den Haiku-Moment kann vielleicht nicht jeder nachvollziehen. Wer aber sein Erspartes vorzugsweise im eigenen Mund spazieren trägt, weiss vielleicht was ich meine.

    Noch ein Osterfeuer-Haiku:
    Aus dem Feuer
    der Funke scheint
    auf der Flucht
    (Andreas)
    Wer aus diesem Haiku auf die Veranstaltung eines verbotenen Osterfeuers schließt, ist natürlich auf dem Holzweg. Würden wir nie wagen.

    Laura hat auch noch 2 Haikus:
    Zirkus im Schlafzimmer
    Hüpfen im Bett
    Kinderglück

    Ärger und Streit
    löst sich auf
    durch einen Kuss

    So jetzt reichts aber, genug der Lyrik.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit.
    Andreas

    Alle Fotos: Irmfried, Horst und Andreas

    Wen die Originalfotos in Originalgröße interessieren:
    SushiBestOf1.zip (Achtung:   ca. 100 MB)
    SushiBestOf2.zip (Achtung:   ca. 100 MB)
    SushiBestOf3.zip (Achtung:   ca. 120 MB)